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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Einzelhandel verzeichnet Umsatzzuwachs

04.04.2014

Rastede Die Nahversorgungssituation im Kernort Rastede hat sich in den zurückliegenden acht Jahren verschlechtert. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktualisiertes Einzelhandelskonzept, das jetzt im Finanzausschuss vorgestellt wurde.

Seit 2005 stagniere die Entwicklung beziehungsweise sei sie rückläufig. Beispielsweise habe der Verbrauchermarkt Plus geschlossen, die Räume werden inzwischen vom Drogeriemarkt Rossmann genutzt. Rewe habe die Extra- und Minimal-Märkte übernommen, Ihr Platz und Schlecker hätten ihre Filialen geschlossen, stellte Diplom-Geograph Martin Kremming die Veränderungen seit 2005 bis ins vergangene Jahr vor.

Das Angebot an Lebensmitteldiscountern sei zwar gut. Allerdings gebe es keinen Markt der aktuellsten Größenordnung, die bei einer Verkaufsfläche von rund 1200 Quadratmetern liege. Überdies sei kein größerer Lebensmittelmarkt mit einer Verkaufsfläche von mehr als 2000 Quadratmetern ansässig. Zentral gebe es zudem nur einen Lebensmittelmarkt: Netto. Die Studie macht deshalb ein Versorgungsdefizit unter anderem im nordöstlichen Kernort Rastede aus.

Wie berichtet, waren im vergangenen Frühjahr Investoren an die Gemeinde Ras­tede herangetreten, die auf dem Hülstede-Gelände an der Kleibroker Straße einen größeren Verbrauchermarkt bauen wollten. Die Politik lehnte dieses Vorhaben aber einstimmig ab. Vor knapp zwei Monaten wurden die Hülstede-Gebäude nun abgerissen. Gegenwärtig ist nicht bekannt, was auf dem Gelände entstehen soll. Ein größerer Verbrauchermarkt ist aufgrund des geltenden Bebauungsplans derzeit nicht zulässig.

Die Anzahl der Einzelhandelsbetriebe in Rastede habe von 2005 bis 2013 moderat abgenommen, schilderte Kremming – von 167 auf 155. Gleichzeitig wuchs die Verkaufsfläche von 37269 auf 58650 Quadratmeter. Insbesondere in den Bereichen Pflanzen- und Gartenbedarf sowie Möbel habe die Fläche erheblich zugenommen, aber auch bei Fahrrädern. Rückläufig sei die Fläche unterdessen bei Bekleidung und Wäsche sowie Lederwaren.

Gleichwohl präsentiere sich Rastede als dynamisches kleines Mittelzentrum, das vor allem als Wohnstandort von der Nähe zum vitalen Oberzentrum Oldenburg profitiere, sagte Kremming. Der Umsatz des Einzelhandels stieg von 103,4 Millionen Euro in 2005 auf 109,9 Millionen Euro in 2013. Die umsatzstärksten Warengruppen waren dabei Lebensmittel und Reformwaren (38,8 Millionen Euro), Baumarktartikel und Gartenbedarf (15,7 Millionen Euro) und Gesundheit und Körperpflege (13 Millionen Euro).

Die Studie listet den größtenteils inhabergeführten Einzelhandel in Rastede ebenso als Stärke des Ortes auf, wie die unauffällige Leerstandssituation, die gute Durchmischung mit Gastronomie, das attraktive Ortsbild und die guten Parkmöglichkeiten. Schwächen seien jedoch, so Kremming, dass es kaum Anbieter mit regionaler Ausstrahlung gebe, und zudem großflächige Ankeranbieter wie zuletzt das Modehaus Spille fehlten.

In den Bereichen Bekleidung und Wäsche sowie bei Schuhen und Lederwaren gebe es abgesehen von Ernsting’s Family nur überregionale Filialisten wie Takko und NKD.

Zudem seien Probleme beim so genannten Einzelhandelslauf festzustellen, weil es an der Oldenburger Straße eine lange, zum Teil nicht mit Einzelhandel besetzte Erdgeschosszone gebe, heißt es in der Studie.

Frank Jacob
Rastede/Wiefelstede
Redaktion Rastede
Tel:
04402 9988 2620

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