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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

„Enttäuschende und in Teilen täuschende Vorstellung“

27.01.2015
Betrifft: NWZ-Berichterstattung über Planungen für Holzeinschlag und Wegebau im Elmendorfer Holz, zuletzt: „Wir machen keine Jagd auf die Eiche“, NWZ  vom 23. Januar

Seitens des Forstamtes wurde die geplante Holzfällung begründet mit dem Zwang, die „ungeliebte“ Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie umsetzen zu müssen, eine EU-Bestimmung zum Schutz der Lebensräume im Wald.

Allerdings, das große Quantum von 1400 Festmetern Holz, das in den nächsten zehn Jahren gefällt werden soll – die ersten 325 Festmeter im kommenden Winter – lässt sich keinesfalls mit der Durchführung von FFH-Pflegemaßnahmen begründen. Zudem wurde bei der Begehung deutlich, dass neben reiner Holzernte künftig zur Abholzung bestimmte „Zukunftsbäume“ „freigestellt“ werden sollen, d.h. umliegende Bäume werden entfernt. Es stehen also keinesfalls ökologische Maßnahmen im Vordergrund – nein, dies ist rein ökonomisches Handeln und das sollte das Forstamt auch ehrlich benennen!

Wie lax man sogar mit dem für die Landesforsten bindenden LÖWE-Erlass (Langfristige ökologische Waldentwicklung) umgeht, zeigt eine Äußerung zu den Habitatbäumen (Bäume, die bestimmten Tierarten als Brut- und Lebensstätte dienen). Die verpflichtende dauerhafte Markierung, die gewährleistet, dass diese Bäume dem natürlichen Absterben und Zerfall überlassen sind, unterbleibe, weil dieses derzeit nicht umsetzbar sei. Solche Aussagen erhöhen nicht gerade die Glaubwürdigkeit des Forstamtes.

Auch die Behauptung, dass unzweifelhaft die Eiche langfristig den Kampf gegen die Buche verlieren werde, ist in dieser Eindeutigkeit kritisch zu sehen. Prognosen besagen, dass die Klimaerwärmung den Eichen einen Konkurrenzvorteil gegenüber den Buchen verschaffen und damit zum gegenteiligen Szenario führen könnte.

Alles im allem entsteht der Eindruck, dass das Forstamt unter dem Deckmantel der FFH-Richtlinie rein ökonomische Ziele verfolgt. Insgesamt eine sehr enttäuschende und in Teilen auch täuschende Vorstellung des Forstamtes.

Dr. Saskia Hinrichs
Elmendorf

Ich bin diesen Weg durch den Wald mit meinen Kindern oft gegangen. Von daher hat mich immer interessiert, was da verändert wurde.

Vor gut zehn Jahren hieß es, der Wald muß ausgelichtet werden. Buchen müssen gefällt werden. Nach drei Wochen habe ich mir angeschaut, was passiert war. Große Stapel Buchenholz, gerade gesunde Stämme, lagen dort. Nicht hier und da ein Baum, sondern mehrere Bäume auf ein paar Meter. Ich konnte viel Himmel sehen. Fünf, sechs Jahre später die großen Eichen am Querweg gefällt. Ich frage mich: Wer gibt zu so etwas sein Okay?

Nun die Hiobsbotschaft, der eh schon breite Weg soll noch verbreitert werden. Damit Lkw dort durch können. Gehen wir bald nur noch durch Unterholz spazieren? Oder wird es eine Durchfahrt von Dreibergen nach Helle? Da sollen die Westersteder mal gut auf ihren Wittenheimer Forst aufpassen. Denn auch dort kann man schon weit gucken. (...)

Anne Schwalbe
Bad Zwischenahn

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