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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

JUGEND FORSCHT: Erfindergeist liegt in der Familie

23.02.2007

EDEWECHT Seit seinem 5. Lebensjahr bastelt der junge Edewechter. Jetzt erntet er Anerkennung für seine Kreativität.

Von Christian Quapp EDEWECHT - Er ist erst elf Jahre alt, aber mit dem Lötkolben und der Standbohrmaschine sticht Fynn Thöne viele ältere Bastler problemlos aus. Sein jüngstes Projekt, eine elektronische Lesehilfe für sehbehinderte Menschen, brachte ihm den Sieg im Regionalwettbewerb von „Schüler experimentieren“. In diesem Teilwettbewerb von „Jugend forscht“ können jüngere Bastler ihre Ergebnisse vorstellen.

Nach dem Sieg bei der Regionalentscheidung in Emden stellt Fynn sein Gerät auch beim Landeswettbewerb vor, der vom 15. bis 17. März in Oldenburg stattfindet. „Bis dahin muss ich aber noch einige Reparaturen und Verbesserungen erledigen“, sagt der Junge, während er sich über das große Holzgestell beugt. An drei Führungsstangen kann er eine Kamera frei über die Grundfläche bewegen. Deren Bild ist dann auf einem Fernsehschirm zu sehen. „So können auch ältere Menschen die Zeitung lesen“, erklärt Fynn.

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Die ungefähr streichholzschachtelgroße Kamera stammt aus dem Naturwissenschaftlichen Haus (Nawi-Haus) in Oldenburg. Dort werden regelmäßig Kurse angeboten, in denen Kinder spielerisch einen Einstieg in die Naturwissenschaften finden. Wolfgang Oehrl, Leiter des Nawi-Hauses, war es, der Fynn auf die Idee brachte, bei „Schüler experimentieren“ mitzumachen. „Er hat mir vorgeschlagen, eine Lesehilfe zu bauen“, erzählt Fynn. Weil mit der Kamera allein kein scharfes Bild zu bekommen war, musste auch noch die Lupe von Fynns Großmutter dran glauben. „Ich brauchte eben eine Linse, die ich vor das Objektiv montieren konnte“, erklärt der Junge.

Lichtquelle, Stromversorgung, die Führungsschienen – für viele Probleme musste der Elfjährige sich eine Lösung einfallen lassen. „40 Stunden hat er daran gearbeitet, an zwei Tagen sogar von morgens um zehn bis nachts um drei“, erinnert sich seine Mutter Susann Thöne.

„Am längsten habe ich für das Holzgestell gebraucht“, erzählt Fynn. „Die elektronischen Teile waren schnell fertig.“ Kein Wunder – denn Schaltungen und Bauteile sind das Steckenpferd des Jungerfinders.

„Später will ich Elektroingenieur werden und selbst Geräte entwickeln“, sagt der Schüler, der mit seinem Forscherdrang eine Familientradition fortsetzt. „Mein Uropa war Ingenieur und hat das erste Radio in Saarbrücken gebaut.“

Der Urenkel ist eigentlich schon ein alter Hase, mit fünf Jahren hat Fynn angefangen zu basteln. „Die Elektronik bietet so viele Möglichkeiten“, schwärmt er. „Wenn man zwei Schaltungen kombiniert, entsteht wieder eine ganz neue Schaltung, mit der man andere Sachen machen kann.“

Das nächste Projekt ist schon in Arbeit, aber verraten will Fynn noch nichts. „Zur Sicherheit, falls ich ein Patent anmelden will“, lächelt er verschmitzt.

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