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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Stock Metallverwertung: Erweiterung beunruhigt Anwohner

11.02.2015

Wiefelstede /Spohle Erweitern möchte die Stock Metallverwertung am Riedenweg in Spohle ihren Betrieb – und die Anwohner zeigen sich wenig begeistert. Das wurde am Montag im Bau- und Umweltausschuss deutlich.

Es geht um eine Erweiterung des derzeit noch dem Außenbereich zugeschriebenen Firmengeländes um 0,5 Hektar, die Errichtung einer zweiten Spänehalle, eines Containerlagers und von Lagerboxen sowie um den neu hinzukommenden Betrieb einer mobilen Schrottschere, wie Vertreter des Planungsbüros Diekmann & Mosebach aus Rastede erklärten. Dafür ist eine Bauleitplanung erforderlich. Damit ist auch eine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen.

Ausschuss für Verfahren

Das Planungsbüro stellte im Ausschuss den Planentwurf vor – und das Gremium empfahl gegen die Stimmen der Grünen, den Bebauungsplan Nr. 18 aufzustellen und der 107. Änderung des Flächennutzungsplans zuzustimmen und so das Bauleitplanverfahren in Gang zu setzen.

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Zu Wort kam auch Volker Gemmel vom Ingenieurbüro für Energietechnik und Lärmschutz (IEL) in Aurich. Er sagte es bei der Vorstellung einer schalltechnischen Untersuchung deutlich: „Ohne zusätzliche Schallschutzmaßnahmen ist ein Betrieb nach einer Erweiterung an Wochentagen von 6 bis 22 Uhr nicht möglich.“ Mit solchen Maßnahmen allerdings könnten die zulässigen Immissionswerte unterschritten werden. Er nannte unter anderem eine vier Meter hohe Lärmschutzwand „um den gesamten Bereich des Plangebietes“ und eine zeitliche Begrenzung bei der Nutzung der Schallquellen, unterstrich jedoch: „Der Betrieb wird immer zu hören sein.“

Mehrere Einsprüche

Gemmel betonte, dass parallel zum Bauleitplanverfahren Antrag auf eine Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutz (BimSchG) gestellt wurde – mit Öffentlichkeitsbeteiligung. 

Gegen die Absichten des Unternehmens hatte es mehrere Einsprüche von Anwohnern gegeben. Auch ein Rechtsbeistand ist eingeschaltet. Anwesende Anwohner betonten im Ausschuss, dass die Lärmbelastung schon jetzt hoch sei und Erschütterungen durch den Arbeitsbetrieb „Gläser in den Schränken wackeln“ ließen. Anwohner kämen durch vor dem Werkstor parkende Lkw oft nicht zu ihren Häusern. Bezweifelt wurde, dass die Begrenzung der Einsatzzeiten von Baggern und Schrottschere aus wirtschaftlichen Gründen realisierbar ist. Auch die Arbeitszeiten an Wochentagen von 6 bis 22 Uhr seien nicht akzeptabel. Befürchtet wurde eine Wertminderung der Eigenimmobilien und die Störung des Landschaftsbildes durch die nötige Lärmschutzwand. Letztlich forderten sie eine Verlagerung des Betriebes.

„Belange abarbeiten“

Hans-Dieter Schneider (SPD) machte deutlich, dass die Entscheidung des Gremiums lediglich das Planverfahren einläute und betonte, dass die SPD den Betrieb halten möchte: „Im Verfahren müssen dann alle Belange auch des Schallschutzes vernünftig abgearbeitet werden.“ Jann Lübben (CDU) räumte ein, dass der Lärm vor Ort schon heute „eine harte Nummer“ ist. Und: „Arbeitszeiten wochentags von 6 bis 22 Uhr bedeuten auch: sonnabends von 6 bis 22 Uhr.“ Lübben hielt es deshalb für wichtig, die Belange der Anwohner im Verfahren zu berücksichtigen.

Günter Teusner (Grüne) hingegen sprach von einer „schönen, idyllischen Landschaft“ vor Ort, „die mit einem Schrottplatz nicht zusammenpasst.“ Er warnte „auch im Interesse des Unternehmens“ davor, die Situation am Standort zu verfestigen und so künftig eine weitere Entwicklung des Betriebes unter Umständen unmöglich zu machen.

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