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NWZonline.de Region

Familien finden Zuhause auf Zeit

02.03.2016

Husbäke Es riecht nach Farbe und neuen Möbeln in den drei Häusern an der Küstenkanalstraße, im Hauptgebäude spielen noch Handwerker die Hauptrolle. Im von der Straße aus gesehen rechten Gebäude ist allerdings schon Leben eingekehrt – die erste Flüchtlingsfamilie ist am Dienstagvormittag in ihr neues Zuhause gezogen.

Die Omars kommen aus dem Irak, am Dienstag hat Frank Komrowski von den Johannitern die achtköpfige Familie in der Notunterkunft in Rostrup abgeholt und zur neuen Gemeinschaftsunterkunft in Husbäke gebracht. Ihre Registrierung bei der Gemeinde hat die Familie am Montag hinter sich gebracht, jetzt richtet sie sich im neuen Zuhause ein.

JoHanniter Betreuen Flüchtlinge

Die Gemeinde hat zwei der drei Gebäude an der Küstenkanalstraße für die Unterbringung von Flüchtlingen angemietet. In ihrem Auftrag betreuen die Johanniter die Gemeinschaftsunterkünfte.

Rund um die Uhr sind Mitarbeiter der Johanniter als Ansprechpartner für die Bewohner vor Ort. Nachts ist ein Helfer in Husbäke, tagsüber zwei beziehungsweise drei. Insgesamt sind sieben hauptamtliche Mitarbeiter in der Unterkunft tätig, hinzu kommen zahlreiche Ehrenamtliche.

Die Johanniter freuen sich über weitere Helfer, die sie bei der Arbeit mit den Flüchtlingen unterstützen. Interessierte können sich unter Telefon  0441/35069444 melden.

„Wir holen diese Woche jeden Tag zwei Familien nach Husbäke, so dass am Freitag das Haus mit 31 Personen voll belegt ist“, sagt Frank Komrowski, in dem Haus werden ausschließlich Familien untergebracht. Das nächste Gebäude auf dem Areal in Husbäke soll gegen Ende März bezugsfertig sein. Zurzeit wird das Grundstück eingezäunt, sowohl zur Bundesstraße hin als auch zum Nachbargrundstück.

Die Johanniter unterstützen die Familien dabei, sich in den Alltag einzufinden. „In der Notunterkunft wurden sie versorgt, jetzt müssen sie das selbst machen“, erklärt Komrowski. Am Dienstagnachmittag geht es mit Familie Omar erstmal in den Supermarkt. Denn auch da ist einiges anders, zum Beispiel, dass man in deutschen Supermärkten nicht an der Kasse um die Preise handeln kann. „Das sind natürlich Dinge, die die Menschen erstmal lernen müssen“, weiß Ortsbeauftragter Axel Appeldorn. Auch Verkehrserziehung und alltägliche Dinge wie Mülltrennung werden thematisiert.

Bei der Kommunikation helfen Dolmetscher oder Flüchtlinge, die schon länger in Deutschland sind. Aber auch im Team der Johanniter sind einige Sprachen vertreten. Sieben hauptamtliche Mitarbeiter sind in Husbäke tätig, hinzu kommen etliche Freiwillige.

Auch Gemeindepastor Achim Neubauer unterstützt die Johanniter bei der Arbeit in der Gemeinschaftsunterkunft. „Viele Flüchtlinge berichten von bedrückenden, traumatischen Erlebnissen. Das müssen auch die Helfer erstmal verarbeiten“, erklärt der Seelsorger. Die „Hilfe für die Helfer“ sei daher seine Aufgabe in Husbäke.

Greta Block Volontärin / NWZ-Redaktion
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