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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Firmengebäude Zuhause für Flüchtlinge

05.02.2016

Jeddeloh I Das Thema „Unterbringung von Flüchtlingen“ elektrisiert in Edewecht weiterhin Bürgerinnen und Bürgern. Bei einer Informationsveranstaltung, bei der es insbesondere um die Unterbringung von weiteren Flüchtlingen in Jeddeloh I ging, fanden sich am Mittwochabend weit über hundert Menschen im Saal von Wittes Gasthof ein, um sich über die neuesten Entwicklungen zu informieren.

Sachliche und weniger emotionale Beiträge prägten den Informationsabend, der nach 90 Minuten beendet war, weil es am Ende schlicht keine Fragen mehr gab. Vorher hatten Edewechts Bürgermeisterin Petra Lausch sowie Petra Knetemann als Fachbereichsleiterin Bildung, Bürgerservice und Soziales über die geplante Unterbringung von 80 weiteren Flüchtlingen in Jeddeloh I informiert.

Zu diesem Zweck würden zurzeit die Verwaltungsräume der ehemaligen Ziegelei Oltmanns/Wienerberger zu Wohnraum umgebaut. Ab März sollen hier Flüchtlingsfamilien aus dem Nahen Osten einziehen. „Bis Ende März soll der Einzug abgeschlossen sein“, führte Petra Knetemann aus. Die Zahl 80 sei dabei ein Richtwert. „Es können 75, aber auch 85 Personen sein. Mehr werden es aber nicht, weil die Räumlichkeiten für diese Anzahl von Menschen ausgerichtet ist.“

An diesem Abend wurde auch mit einigen Vorurteilen aufgeräumt. „Es gibt kein Begrüßungsgeld für Flüchtlinge“, antwortete Bürgermeisterin Petra Lausch auf eine entsprechende Frage. Die Ausstattung der Wohnungen entspräche der Grundversorgung. „Es gibt eine Gemeinschaftsküche, Gemeinschaftsduschen und Gemeinschaftswaschmaschinen. Geschirrspüler sind hier nicht vorgesehen“, sagte Petra Lausch. Vereinbart werde mit dem Betreiber der künftigen Wohnanlage, der sich im Auftrag der Gemeinde um die Flüchtlinge kümmere, dass im Haus eine Rundumbetreuung (24 Stunden) gewährleistet sei.

Rechnen müsse man künftig damit, dass sich im Dorf auch abends Gruppen von Flüchtlingen an öffentlichen Plätzen aufhalten würden, hieß es von Seiten der Verwaltung. „Diese Menschen sind nicht eingesperrt. Ängste können wir Ihnen als Bürgerinnen und Bürger nicht nehmen, aber gemeinsam an diesen Ängsten arbeiten und diese ausräumen“, so Bürgermeisterin Lausch.

Die Bürgermeisterin und Petra Knetemann wiesen auch darauf hin, dass es nicht nur um die Unterbringung der Schutzsuchenden ginge, sondern auch um deren Integration. Die Familien hätten Kinder, die in Kindergärten und Schulen untergebracht werden müssten. Diese Familien könnten aber auch Mitglieder örtlicher Vereine werden.

Bis zum 31. März muss die Gemeinde Edewecht noch 192 Flüchtlinge unterbringen. Danach würden neue Quoten seitens des Landes Niedersachsen festgelegt. Dass Schulturnhallen als Wohnunterkünfte zweckentfremdet werden, stehe in der Gemeinde jetzt noch nicht zur Debatte. „Noch finden wir Wohnraum für die uns zugewiesenen Flüchtlinge“, bestätigten sowohl Lausch als auch Knetemann.

Vor gut zwei Monaten hatte sich über den Ortsverein Jeddeloh I ein Helferkreis gebildet, der unter Leitung von Heidrun Feldhus die Betreuung der rund 20 Flüchtlinge organisiert, die bereits jetzt in der Bauernschaft leben. Dieser Kreis, der auch mit dem „Runden Tisch für Migrationsarbeit“ Edewecht zusammenarbeitet, werde sich auch um die neuen Flüchtlingsfamilien kümmern. Weitere Ehrenamtliche seien immer herzlich willkommen.

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