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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Betreuung: Flüchtlinge dürfen umziehen

05.07.2017

Edewecht „Die Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge, die von den Johannitern in Jeddeloh I betrieben wird, ist in einem ordnungsgemäßen und insbesondere auch in hygienischer Hinsicht in einem tadellosen Zustand“, sagt Edewechts Bürgermeisterin Petra Lausch. „Kein Grund zur Kritik gibt es auch an den Johannitern, die die Flüchtlinge dort betreuen.“

Damit reagiert die Bürgermeisterin auf Vorwürfe von Flüchtlingen, die während der jüngsten Ratssitzung über Missstände berichtet hatten. Dazu gehörten, wie die Flüchtlinge erklärten, verdreckte Küchen in ihrer Gemeinschaftsunterkunft, Spannungen zwischen verschiedenen Nationalitäten und Religionsgruppen und sexuelle Übergriffe.

Diese Vorwürfe hatte Stefan Greiber, Pressesprecher der Johannitern, in einem NWZ-Interview bereits „im Wesentlichen als unwahr“ bezeichnet. Wahr sei, dass es einen Vorwurf mit sexuellen Bezug gegeben habe. Das Jugendamt des Landkreises habe festgestellt, dass es jedoch zu keinem sexuellen Missbrauch gekommen sei. Trotzdem sei der betroffene Jugendliche aus der Einrichtung genommen worden. „Meine Mitarbeiter und ich sind selbstverständlich seit der Ratssitzung allen Vorwürfen nachgegangen und haben viele Gespräche mit dem Regionalvorstand der Johanniter, dem Jeddeloher Einrichtungsleiter, der Polizei, dem Jugendamt des Landkreises und der Ammerländer Wohnungsbau geführt. Außerdem haben wir mehrfach die Einrichtung besucht“, betont Lausch.

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Familien in Wohnungen

Auch wenn dort alles in Ordnung sei, sehe sie die Notwendigkeit, vor allem Familien, die seit längerem hier lebten, in Wohnungen unterzubringen. Deshalb durchforste man nicht nur den gemeindeeigenen Bestand an Wohnungen, sondern habe sich auch mit der Ammerländer Wohnungsbau ausgetauscht, die derzeit in Nord-Edewecht drei Häuser baue.

Wie Ulrike Petruch, Geschäftsführerin der Ammerländer Wohnungsbau, ergänzt, würden in diesen drei Gebäuden acht Wohnungen für Flüchtlinge bereit gestellt. Die drei Gebäudekomplexe, die auf dem Eckgrundstück Hauptstraße/Im Vieh entstünden, seien zum 15. August, 15. September bzw. 15. Oktober bezugsfertig.

„Auch wenn die Flüchtlingssituation insgesamt entspannter ist als vor zwei Jahren, werden wir auf Dauer nicht auf Gemeinschaftsunterkünfte verzichten können“, sagt Bürgermeisterin Petra Lausch. Das habe zum einen mit dem angespannten Wohnungsmarkt in Edewecht zu tun, zum anderen damit, dass Edewecht weitere Flüchtlinge aufnehmen müsse. Bis zum Jahresende – so sei angekündigt worden – könnten bis zu 129 neue Asylbewerber kommen. Aufgrund der derzeitigen Flüchtlingslage ginge man jedoch davon aus, dass diese 129 Menschen nicht alle bis Jahresende, sondern auch darüber hinaus kämen.

Dezentrale Unterbringung

Andere Ammerland-Gemeinden setzen aus vielerlei Gründen auf die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen und verzichten auf Gemeinschaftsunterkünfte. So gibt es beispielsweise in Apen und Westerstede keine Sammelunterkünfte. Den Verzicht auf Gemeinschaftsunterkünfte befürwortet auch der Landkreis, so Thomas Kappelmann, Erster Kreisrat und Allgemeiner Vertreter des Landrats. Insbesondere Menschen mit fristlosen oder längerfristigen Aufenthaltsgenehmigungen sollten in Wohnungen leben.

Bei der Suche nach Lösungen unterstütze der Landkreis stets die Gemeinden. So habe man vor dem Hintergrund der Situation in der Flüchtlingsunterkunft Jeddeloh I Gespräche mit der Gemeinde Edewecht und der Ammerländer Wohnungsbau geführt. Gleichwohl verweist Kappelmann darauf, dass für die Unterbringung der Flüchtlinge allein Sache der Gemeinden sei. Sie entschieden, welche Einzelpersonen oder Familien in welche Wohnungen zögen.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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