• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Wohnungsnot: Flüchtlingen in Rastede die Türen öffnen

25.09.2015

Rastede Die Gemeinde Rastede stößt bei der Unterbringung von Flüchtlingen an ihre Grenzen. Es sei nicht mehr möglich, ausreichend privaten Wohnraum anzumieten, sagte am Donnerstag Bürgermeister Dieter von Essen und betonte: „Es wäre grob fahrlässig, jetzt nicht auf die neue Situation zu reagieren.“

Auf dem Sportplatz an der Grundschule Kleibrok sollen deshalb im November zwei Container aufgestellt werden, in denen jeweils 15 Flüchtlinge untergebracht werden können. Außerdem sollen im ehemaligen Kindergarten in Neusüdende drei bis vier Wohnungen für Flüchtlinge eingerichtet werden.

Infos am Dienstag

Die Bevölkerung will Bürgermeister Dieter von Essen über die bevorstehenden schwierigen Aufgaben bei der Unterbringung der Flüchtlinge am kommenden Dienstag, 29. September, informieren. Um 16 Uhr beginnt in der Neuen Aula der Kooperativen Gesamtschule, Thoradestraße 2, eine zusätzliche Sitzung des Kinder-, Jugend- und Sozialausschusses. „Ich bin überzeugt, dass wir als Gemeinde mit unseren starken Vereinen und den vielen ehrenamtlichen Helfern diese Pflichtaufgabe erfolgreich meistern werden“, sagte von Essen.

Die Suche nach privatem Wohnraum geht unterdessen unvermindert weiter. Wer eine Wohnung anbieten möchte, kann sich im Rathaus an Fritz Sundermann (Tel. 04402/ 920150) oder Bernd Gottwald (Tel. 04402/ 920151) wenden.

Die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe wird derweil koordiniert von Andrea von Schele (Tel. 04402/ 84151) und Marie-Luise Felber (Tel. 04402/ 81118).

Ein Spezial finden Sie unter www.nwzonline.de/fluechtlingshilfe

Am Donnerstagnachmittag erreichte die Gemeinde Rastede die Nachricht, dass auch die Niedersächsische Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (früher Landesfeuerwehrschule) in Loy zur Flüchtlingsunterkunft wird. „Das zeigt, wie dramatisch die Lage ist“, hieß es aus dem Rathaus. Dass das Land seine Einrichtungen für die Unterbringung von Flüchtlingen öffnet, sei die logische Folge.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

In Rastede stellt ferner die Firma Witte Tube & Pipe Systems für 30 Flüchtlinge eine Gewerbeimmobilie an der Oldenburger Straße in Wahnbek zur Verfügung. Im Gewerbegebiet Klein Feldhus konnte eine weitere Gewerbeimmobilie für rund 20 Flüchtlinge hergerichtet werden.

Kurzfristige Lösung

Mit Blick auf die Container auf dem Sportplatz sagte der Bürgermeister: „Hierbei kann es sich nur um kurzfristige Lösungen handeln. Ziel muss es sein, mittelfristig innerhalb des kommenden Jahres zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.“ Deshalb sei ein Planungsbüro beauftragt worden, das prüfen soll, welche gemeindeeigenen Grundstücke für eine Mehrfamilienhausbebauung geeignet sind, „um den dringend notwendigen zusätzlichen Wohnraum für den sozialen Wohnungsbau schaffen zu können“.

Die jüngste Zuweisungsquote hatte die Situation in Rastede verschärft. „Nachdem es bislang gelungen ist, privaten Wohnraum für in diesem Jahr bereits eingetroffenen 180 Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen, droht jetzt ein Engpass“, sagte von Essen. Mit der neuen Zuweisungsquote sind, wie berichtet, bis Ende Januar 148 weitere Flüchtlinge zu erwarten.

„Wir bekommen immer noch Angebote für Mietwohnungen, aber nicht in ausreichender Zahl“, berichtete Sozialamtsleiter Fritz Sundermann. Spätestens im Januar wird die nächste Zuweisungsquote bekanntgegeben. Wie viele Flüchtlinge die Gemeinde Rastede dann aufnehmen muss, kann jetzt noch niemand sagen.

Die Gemeinde will weiterhin daran festhalten, Flüchtlinge dezentral im gesamten Gemeindegebiet zu verteilen. „An einem Standort sollen maximal 30 Personen untergebracht werden“, erläuterte Bürgermeister von Essen.

Aufgrund der vorhandenen Infrastruktur mit Kindergarten, Schule, Einkaufsmöglichkeiten und der Nähe zum Rathaus habe die Verwaltung den Sportplatz Kleibrok am geeignetsten angesehen, um dort Flüchtlinge unterzubringen. Über die Standortwahl seien auch die Schulleitung der Grundschule und der Vorstand des Fußballclubs Rastede, der den Sportplatz ebenfalls nutzt, informiert worden. „Beide Seiten sehen den Ernst der Lage und die Notwendigkeit zu handeln und haben volle Unterstützung signalisiert“, sagte von Essen.

Container anmieten

Per Eilentscheidung wurde die Verwaltung ermächtigt, für 30 Personen Wohn-, Sanitär- und Küchencontainer für zwei Jahre anzumieten, „um die zu erwartenden Flüchtlinge in der kalten Jahreszeit kurzfristig unterbringen zu können“, so der Bürgermeister zu den Plänen auf dem Sportplatz.

Aus dem gleichen Grund habe die Gemeinde Abstand vom geplanten Verkauf des Kindergartens Neusüdende genommen. In der ehemaligen Hausmeisterwohnung im Obergeschoss könnte bereits kurzfristig eine Familie einziehen, im Untergeschoss seien noch einige Arbeiten zu erledigen, sagte Sundermann.

„Hier müssen wir noch eine Duschmöglichkeit einbauen lassen“, berichtete der Sozialamtsleiter bei einem Rundgang durch den ehemaligen Kindergarten. Für eine Küche werde noch ein Herd benötigt, ansonsten sei eine „Nutzung so möglich“. Die Gemeinde hatte die Räume schon einmal als Notunterkunft genutzt, nachdem Menschen in Südende Opfer eines Brandes geworden waren.

Große Hilfsbereitschaft

Um Sanitär- und Küchencontainer ergänzt werden müsse auch noch die Gewerbeimmobilie, die von der Firma Witte in Wahnbek zur Verfügung gestellt wird. Nicht nur seitens verschiedener Firmeninhaber sei die Hilfsbereitschaft riesengroß, freute sich von Essen: „Über alle Bereiche und Bevölkerungsschichten wird Unterstützung angeboten.“

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
Rufen Sie mich an:
04402 9988 2620
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.