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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

„fly-In“: Kunststücke am Himmel

08.08.2017

Frage: Erzählen Sie mal, was machen Sie als Kunstflieger da hoch oben am Himmel eigentlich?

Wilfried Möhle: Man nutzt den Luftraum im dreidimensionalen Raum, das Flugzeug bewegt sich um alle drei Achsen. Das Einfachste ist der Looping. Dann gibt es Turns, Kombinationen oder negative Figuren.

Frage: Was bedeutet das?

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Wilfried Möhle: Man hängt dann in den Gurten, anstatt in den Sitz gedrückt zu werden. Da lastet etwa das vierfache des eigenen Körpergewichts auf der Person.

Frage: Man muss schon fit sein, oder?

Wilfried Möhle: Schon, aber es ist Gewöhnungssache. Klar, es ist anstrengend, wenn man das zum Beispiel bei einer Ausbildung den ganzen Tag macht.

Frage: Frau Möhle, wie ist denn das Gefühl da oben?

Kerstin Möhle: Wunderschön. Aber es ist auch unwahrscheinlich viel Arbeit. Man muss erst wissen, wie man die Maschine beherrscht. Dann kommt der Genuss, also der Weg ist das Ziel. Nach so ein paar Flügen bin ich dann schon etwas kaputt, aber nicht körperlich, sondern geistig.

Abheben beim „Fly-in“ in Conneforde

Die Gemeinde von oben erleben können Besucher beim „Fly-In“ der Fliegerfreunde Conneforde am Sonntag, 20. August, auf dem Flugplatz beim Ferienpark am Bernsteinsee. Los geht es um 10 Uhr. Die Fliegerfreunde feiern übrigens auch ihr zehnjähriges Bestehen in diesem Jahr.

Rundflüge im Trike oder im Gyrocopter werden ebenso angeboten wie Rundflüge mit regulären Sporflugzeugen. Und das „zu ermäßigten Preisen“, wie der Vorsitzende Franz Blomberg verspricht. Und wenn das nicht schon ein Erlebnis ist...

...werden zudem Wilfried und Kerstin Möhle aus Mariensiel – als (nach eigenen Angaben) bundesweit einziges Ehepaar, bei dem beide Kunstfluglehrer sind – mit einer Cap 10 erwartet.

Frage: Wie steht’s denn mit Angst?

Kerstin Möhle: Angst hat man dabei nicht. Es ist unwahrscheinlich viel Achtung und es gehört viel Erfahrung dazu. Ich bin nun schon zwölf Jahre dabei und man lernt nie aus.

Frage: ...und die Übelkeit?

Kerstin Möhle: Schlecht werden war bei mir noch nie das Problem, ich habe ja angefangen mit Fallschirmspringen. Bei den Flugschülern haben es ein paar anfangs vielleicht, aber wenn sie dabei bleiben legt sich das.

Frage: Am Sonntag, 20. August, ist ja das „Fly-In“ in Conneforde – was bringen Sie beide denn mit?

Wilfried Möhle: Na uns beide und ein Flugzeug (lacht). Und zwar die Cap 10.

Frage: Nehmen sie dann auch Gäste in ihrer Maschine mit?

Wilfried Möhle: Wer möchte, der kann dort auch einen Gastflug buchen.

Frage: Kann man sich denn während des Flugs verständigen?

Wilfried Möhle: Ja, man hat Kopfhörer auf und kann kommunizieren. Außerdem sitzt man in der Cap 10 nebeneinander, was sehr selten ist. Da kann der Pilot auch immer sehen, wie es dem Gast geht.

Frage: Wie kommen Sie eigentlich her – über Luftstraßen oder über die Autobahn?

Wilfried Möhle: (lacht) Die Cap 10 lässt sich nicht auseinanderbauen, wir kommen geflogen. Das sind auch nur fünf bis sieben Minuten Flugzeit von Wilhelmshaven nach Conneforde.

Frage: Sie unternehmen ja auch längere Flüge und reisen zusammen mit einer ihrer Maschinen. Wo waren Sie denn schon überall?

Wilfried Möhle: Wir waren in Schottland, Schweden, Prag. Man fliegt den Flugplatz an und hat dort ein Hotel. Nur leider kein Auto dabei. Man kann nicht lange voraus planen, weil man wetterabhängig ist.

Kerstin Möhle: An und für sich setzt man sich ein Ziel. Man muss flexibel und offen sein – letztes Jahr wollten wir nach Polen, sind aber spontan nach Frankreich geflogen. Wir fliegen immer dem guten Wetter entgegen. Während der eine fliegt, navigiert der andere. Nach einiger Zeit wechselt man sich ab.

Frage: Mit dem Wohnmobil fährt man mal eben zur Tankstelle, wo tanken Sie eigentlich?

Wilfried Möhle: Da muss man sich schon vorher organisieren, wo man tanken kann. Denn die Flugplätze sind nicht immer alle offen.

Frage: Und wo geht es demnächst hin?

Kerstin Möhle: Vorletztes Jahr waren wir in Südafrika. Wir fliegen mit einem Linienflug nach Kapstadt und chartern dann eine Maschine. Das wollen wir Ende des Jahres wieder machen. Die Vorbereitungen laufen schon.

Tonia Hysky Redakteurin / Redaktion Kultur/Medien
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