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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Fragen und Antworten zum Riesenstall

06.07.2013

Rastede Die Planungen von Christian Meyer-Hullmann sorgen für Diskussionen. Und sie werfen Fragen auf:

Wo soll die Stallanlage gebaut werden?

Landwirt Christian Meyer-Hullmann will den Stall in Kleibrok hinter seiner Biogasanlage an der Kleibroker Straße errichten.

Welche Gebäude sind
geplant
?

Geplant sind zwei Milchviehställe, ein Melkhaus, ein Melkkarussell und ein Stall zur Rinderaufzucht.

Wer entscheidet, ob die Ställe gebaut werden dürfen?

Die Entscheidung fällt der Landkreis nach den Vorschriften des Baugesetzbuches. Die Kreisverwaltung muss zunächst Stellungnahmen einholen, etwa vom Veterinäramt, dem Straßenverkehrsamt, der Naturschutzbehörde, der Gemeinde Rastede und der Landwirtschaftskammer.

Montag Öffentliche Sitzung in der Aula

Um den geplanten Bau einer Stallanlage für bis zu 918 Tiere an der Kleibroker Straße geht es am Montag, 8. Juli, in einer öffentlichen Sitzung des Bauausschusses (16 Uhr, Neue Aula der Kooperativen Gesamtschule). Die Verwaltung wird ausführliche Informationen zu dem Bauvorhaben geben. Eine Gutachterin geht auf Lärm- und Geruchsemissionen ein. Bürger haben die Möglichkeit, am Ende der Sitzung Fragen zu stellen. Auch die politischen Fraktionen werden Stellung zu der geplanten Stallanlage beziehen.

  Die Sitzungsvorlage für den Bauausschuss gibt es im Internet unter

  Die Sitzungsvorlage für den Bauausschuss gibt es im Internet unterhttp://www.rastede.de/politik/bi/o0040.php?__ksinr=894

Ausschlaggebend für die Entscheidung wird unter anderem sein, ob es sich noch um ein privilegiertes Bauvorhaben oder schon um ein gewerbliches handelt. Das hängt zum Beispiel davon ab, ob der Landwirt seine Tiere allein mit dem Futter versorgen kann, das er auf seinem eigenen Land anbaut. Reichen die Flächen dafür nicht aus, ist das Vorhaben nicht privilegiert und somit im Außenbereich – also an der Kleibroker Straße – laut Baugesetzbuch unzulässig. Der Flächennachweis wird zurzeit von der Landwirtschaftskammer erstellt.

Warum soll die Anlage
gebaut werden
?

Auf seinem Betrieb in Wahnbek sei die Milchproduktion gewachsen, eine Erweiterung sei dort nicht mehr möglich, sagt Meyer-Hullmann. Mit einer Anlage, die dem neuesten Stand der Technik entspricht, könne er den Ansprüchen der Tiere besser gerecht werden. Ziel sei es zudem, eine zukunftsfähige Milchproduktion aufzubauen.

Welche Möglichkeiten hat die Gemeinde?

Der Landkreis hat die Gemeindeverwaltung zu einer Stellungnahme aufgefordert. Darin hat die Verwaltung die Möglichkeit, den geplanten Neubau abzulehnen. Genau das hat die Verwaltung auch vor. Für diese Ablehnung müssen aber konkrete Gründe genannt werden. Verbieten kann die Gemeinde den Stall nicht, denn der Landwirt hat einen Anspruch auf eine Erteilung der Genehmigung vom Landkreis, insofern es sich bei dem geplanten Neubau um ein privilegiertes Vorhaben und nicht um ein gewerbliches handelt.

Was kann die Politik
machen
?

Die Fraktionen haben sich auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Auch sie werden den geplanten Riesenstall an der Kleibroker Straße wohl ablehnen. Die Politik kann letztlich aber nur ein Signal geben und keine verbindliche Entscheidung treffen.
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