• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Keine Freigabe für Gewässer

28.02.2018

Friedrichsfehn /Edewecht Sobald es klirrend kalt wird, holen viele Menschen ihre Schlittschuhe raus. Die vielen Rückhaltebecken scheinen da wie gemacht für den Eislaufspaß. Doch die Gemeinde Edewecht warnt ausdrücklich vor dem Betreten dieser Gewässer. Aber ganz aufs Schlittschuhlaufen verzichten, müssen die Menschen in der Gemeinde dann doch nicht. Gerade erst ist der Dorfplatz in Friedrichsfehn für den Eisspaß hergerichtet worden, wie Erhard Hennig-Weltzien, 1. Vorsitzender des Ortsvereins Friedrichsfehn, berichtet.

„Wir haben am Wochenende die asphaltierte Fläche geflutet“, sagt der Vorsitzende. Dort kann man theoretisch Schlittschuhfahren. Allerdings muss Hennig-Weltzien immer wieder nachbessern, damit der Eislaufspaß bleibt. Denn ab und an wässert der 1. Vorsitzende nach. Seit Dienstag können die Friedrichsfehner auf der Fläche schon Schlittschuhlaufen. „Ich denke, dass die Fläche noch bis zum Wochenende genutzt werden kann“, sagt Hennig-Weltzien.

Um die Fläche am Friedrichsfehner Dorfplatz zu fluten, ist ein Anrücken der Feuerwehr nicht notwendig. Direkt am Platz verfügt der Ort über einen Wasseranschluss, an den einfach ein Schlauch angelegt werden kann. Bis die Fläche komplett mit Wasser gefüllt ist, dauere es sechs Stunden, verrät Hennig-Weltzien. An der tiefsten Stelle ist die Eisfläche maximal 20 Zentimeter dick. Dem Ortsverein gehören 400 Mitglieder an, die sich für die Interessen der Friedrichsfehner einsetzen.

Allerdings weichen einige Menschen auch immer wieder auf Rückhaltebecken aus, wie der Vorsitzende weiß. Diese Gewässer sind jedoch ganz klar nicht von der Gemeinde Edewecht freigegeben.

Ansprechpartner für solche Fragen sind die Mitarbeiter des Bauamtes oder des Ordnungsamtes. „Es kann natürlich immer sein, dass manche Menschen solche Flächen trotzdem im privaten Rahmen zum Schlittschuhlaufen nutzen“, sagt Frank Maschmeyer.

Generell gilt jedoch: Die Gemeinde Edewecht gibt keine Gewässer in ihrem Gebiet zum Eislaufen frei – und das aus einem guten Grund. „Das Risiko ist zu groß“, sagt Knorr. „Jeder, der solche Gewässer aber betritt, tut dies auf eigene Gefahr.“ Denn die Gewässer müssten sonst ständig kontrolliert werden, ob die Eisschicht auch dick genug sei. Bei bis zu 1000 Quadratmeter großen Flächen werde dies schwer.

In der Gemeinde Edewecht gibt es mehr als 15 sogenannte Rückhaltebecken. Diese Gewässer werden künstlich angelegt und dienen der Wasserspeicherung. Rückhaltebecken kommt im Zuge des Klimawandels eine noch größere Bedeutung zu. Regnet es zu viel, fangen sie das Regenwasser auf. Dies wird insbesondere wichtig, wenn die Kanalisation oder freie Flächen – etwa Wiesen – nicht mehr aufnahmefähig sind. Hier kann der Wasserspiegel schwanken. Anders verhält es sich bei Löschwasserbecken. Diese müssen ständig mit genügend Wasser gefüllt sein, damit Feuerwehren darauf zurückgreifen können.

Ein Beispiel für solch ein Rückhaltebecken ist das Gewässer in Friedrichsfehn an der Ecke Dorfstraße Verbindungsweg. Ein Schild an der Nähe des Gewässers erklärt die Bedeutung. „Viele Flächen sind in der Gemeinde durch Straßen oder Gebäude versiegelt. Dann kommt solchen Gewässern eine wichtige Bedeutung zu“, erklärt Knorr vom Bauamt der Gemeinde Edewecht.

Tatiana Gropius Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2003
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.