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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Landschaft In Friedrichsfehn: Vom See noch nichts zu sehen

09.10.2019

Friedrichsfehn Ein sich schlängelnder Sandweg, typische norddeutsche Bepflanzung, urige Holzbänke zum Verweilen, ein idyllischer Ausblick auf den Roten Steinweg See. „Es könnte theoretisch schön sein“, stellt Joachim Ebel nüchtern fest. Der Anwohner des Ziegelwegs umfasst mit einer Hand den massiven Bauzaun, der im Roten Steinweg am Südwestufer des Sees oben beschriebene Szenerie versperrt und runzelt die Stirn. „Betreten des Grundstücks verboten“ steht auf einem Schild. Und fünf Meter weiter der eigentliche Zaun, der das sogenannte Landschaftsfenster nahe des Wohnparks am See schützen soll – mit einem Türchen und einem breiten Tor – beides einbetoniert, fest verschlossen und zusätzlich mit einem Vorhängeschloss gesichert.

Über den Schadensmelder der Gemeinde Edewecht hatte Ebel bei der Verwaltung angefragt, wieso gleich zwei metallene Absperrungen vonnöten seien. Rolf Torkel, Allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin Petra Lausch, begründet das so: „Ein Bauzaun ist ein eindeutiges Signal, dass etwas noch nicht fertig ist. Das kennen alle Menschen.“

Joachim Ebel schüttelt verständnislos den Kopf. „Was ist denn so enorm Schützenswertes dahinter, dass es unbedingt zwei Zäune braucht?“ Torkel sagt dazu: „Die Gemeinde hat im Frühjahr Pflanzen gesetzt, die aber wegen des trockenen Sommers noch nicht richtig gedeihen konnten. Wir können derzeit noch niemanden zur Aussichtsplattform lassen, damit die Pflänzchen nicht gleich wieder zertreten werden.“ Torkel nimmt außerdem Bezug auf den See selbst – ein tiefer Baggersee mit Abbruchkante. „Es sind Gehölze mit abwehrendem Charakter gepflanzt worden: Weißdorn, Sanddorn und Buschrosen.“

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Der zweigeteilte Zaun solle künftig bestimmte Nutzungszeiten eingrenzen, die entsprechende Beschilderung werde noch aufgestellt. „Wie soll das denn gehen?“, fragt sich Ebel. „Kommt hier dann morgens und abends jemand zum Auf-und Abschließen vorbei?“ Torkel erwidert: „Falls es notwendig wird, gibt es automatische Schließsysteme.“ Bis zum Eintritt der Dämmerung soll der Ort nutzbar sein – zu Fuß. „Deshalb das zweigeteilte Tor: Durch die breite Seite kann die Gemeinde zur Bewirtschaft, das kleine Tor soll dafür sorgen, dass niemand mit einem Auto oder Motorrad bis vor zum See fährt“, begründet der Vertreter der Bürgermeisterin.

Vor zum See kommen – das befürchtet Ebel – sowieso nicht allzu viele. „Der Sandweg wird im Sommer staubig und tief, im Winter ist er matschig und tief. Wie sollen Menschen mit Rollatoren oder Kinderwagen da durchkommen?“ Torkel bezieht sich auf die Beratungen in den Gremien. „Es war ausdrücklich eine naturnahe Ausführung gewünscht. Der Boden sollte offen bleiben, nicht versiegelt werden.“ Die Entwicklung werde natürlich im Auge behalten, versprach Torkel.

Dass die Aussichtsplattform schon 2012 hatte fertiggestellt sein sollen, liegt laut Torkel an den „Meinungsverschiedenheiten“. Es sei ein „Strauß von Maßnahmen“ vereinbart worden, von denen auch der Großteil fertiggestellt sei. Torkel zeigt sich zuversichtlich, dass im kommenden Frühjahr die Verwurzelung der neu gesetzten Pflanzen den Boden genügend verfestigt hat. „Das ist alles in allem ein tolles Projekt. Es muss einfach noch ein bisschen wachsen und gedeihen.“

Imke Harms Reporterin / Redaktion Wildeshausen
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