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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Jugendzentrum muss umziehen

18.01.2019

Friedrichsfehn Besorgte Jugendliche und ihre Eltern haben sich mit einer E-Mail an die NWZ-Redaktion gewendet: „Das Jugendzentrum Friedrichsfehn soll geschlossen werden“, heißt es darin, und weiter: „Was ist mit uns Jugendlichen? Wo sollen wir dann hin?“

Richtig ist, dass das Jugendzentrum an seinem jetzigen Standort einer Kinderkrippe wird weichen müssen. Das allerdings nur übergangsweise, wie Dirk Sander vom Fachbereich innere Dienste der Gemeinde Edewecht weiß: „Immer mehr Eltern nehmen einen Krippenplatz in Anspruch und dem wollen und müssen wir Rechnung tragen.“ Zum Thema Jugendzentrum sagt er ganz deutlich: „Wir legen großen Wert darauf, dass beide Jugendzentren, das in Edewecht und das in Friedrichsfehn, erhalten bleiben.“

Fakt sei aber, dass man kurzfristig und mit wenig Aufwand Räumlichkeiten benötige, um dort eine Kinderkrippe einzurichten. „Größe Sanitäranlagen, Aufteilung, all das muss passen“, erklärt Sander weiter, „und diese Dinge erfüllt das derzeitige Jugendzentrum beinahe.“ So müssten etwa die Toiletten niedriger und kleiner werden. Politische Beschlüsse gibt es noch keine. Gutachten zu den Kosten und zum Brandschutz müssen noch erstellt werden, bevor es losgehen kann.

Wirtschaftlichkeit

Um für das Jugendzentrum passende Ersatzräumlichkeiten zu finden, hat sich die Gemeinde schon im direkten Umfeld umgeschaut und könnte dabei wohl auch schon fündig geworden sein. „Wir haben uns etwas angeschaut, das zwar vom Zuschnitt her etwas anders ist, das aber die Verantwortlichen begeistert hat“, verrät Dirk Sander. Auch hier müssten allerdings noch Gutachten erstellt werden, bevor alles spruchreif sei.

Bürgermeisterin Petra Lausch betont: „Erst wenn ein Ersatzort für das Jugendzentrum gefunden ist, kann es mit der Kinderkrippe losgehen.“ Zudem solle der Umzug nur eine Interimslösung darstellen, bis ein neues Gebäude entstanden ist, das den Mangel an Kinderbetreuungsplätzen kompensieren kann. „Wir gehen davon aus, dass wir in Zukunft mehr Krippenplätze benötigen werden“, begründet Dirk Sander den geplanten Neubau.

Die Suche nach einem Bauplatz ist bereits im Gange – ist dieser gefunden, folgt die Suche nach einem Bauunternehmen. Noch aber steht nicht fest, ob ein gemeindeeigenes Grundstück oder ein zu erwerbendes Areal genutzt wird. Am Ende steht die Frage, welche Variante die wirtschaftlichste ist. „Danach“, so Lausch, „wenn alles fertig ist, soll das Jugendzentrum wieder an seine alte Stelle zurückziehen.“

Keine große Umstellung

Auf eine allzu große Umstellung aber werden sich die Friedrichsfehner Kinder und Jugendlichen wohl ohnehin nicht einstellen müssen, denn die neue Örtlichkeit soll fußläufig vom jetzigen Jugendzentrum entfernt eingerichtet werden. „An der jetzigen Stelle hat sich das Jugendzentrum etabliert“, sagt Dirk Sander, „und man kann mit Jugendlichen auch nicht so rumspringen, dass man ein solches Zentrum einfach mal für ein Jahr schließt und dann hofft, dass alle wiederkommen“. Kontinuität lautet hier das Stichwort.

Außerdem, so Sander, sei es immer auch schwierig, eine solche Institution an anderer Stelle in ein Wohngebiet zu setzen. „Jugendliche lösen ja nicht gerade Begeisterung bei Anwohnern aus“, kennt Sander das Problem, „und an der jetzigen Stelle hat sich das alles gut geregelt. „Außerdem wäre es kontraproduktiv, das Zentrum jetzt irgendwo anders unterzubringen, wo doch gerade die Zusammenarbeit mit der angrenzenden Schule intensiviert wird.“

Ingo Schmidt Redakteur / Redaktion Westerstede
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