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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

SERIE: Für klassischen Urlaub gar keine Zeit

23.08.2007

WEMKENDORF „Stanjo“ hat mit der Kutsche einen wirklich kleinen Wendekreis. Da der Weg vorn durch ein Fahrzeug blockiert ist, muss Sandra Böneker die Kutsche wenden, „Stanjo“ macht prima mit. Der viereinhalb Jahre alte Haflinger-Wallach kommt auf einer kleinen Straße im Bereich Wemkendorf mit geschätzten vier Metern aus.

Sandra Bönker liebt es, Kutsche zu fahren. Die 22-Jährige hat bereits 2001 den Fahrschein gemacht. „Das ist wie eine Führerscheinprüfung“, erinnert sich die Wemkendorferin. Und auch einen Nachweis zur Personenbeförderung hat sie in der Tasche. Zwar darf grundsätzlich jeder eine Kutsche fahren, das Wendemanöver auf der kleinen Straße rund um Wemkendorf macht jedoch schnell deutlich, warum es sinnvoll ist, eine Prüfung abzulegen.

Mit sieben Jahren begann Sandra Böneker mit dem Reiten, mit 14 fuhr sie bei Bekannten erstmals in einer Kutsche mit, durfte zum ersten Mal auch die Leine halten. „Und da hat‘s gefunkt“, erinnert sich die Wemkendorferin. Heute versucht sie, neben ihrem Studium der Architektur in Oldenburg zumindest zweimal wöchentlich auszufahren.

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Sie hat vier Pferde, bekam mit 12 Jahren ihr erstes, die Haflinger-Stute „Annika“. Die hat sie heute noch – und zudem „Annikas“ drei Söhne, zu denen eben auch „Stanjo“ gehört.

„Terab!“, ruft Sandra Böneker dem Pferd zu. Das heißt „Trab“, aber das Pferd versteht das Kommando in der Langversion offenbar besser. Deshalb dann auch „Gaalopp!“ oder „Scheritt!“, wenn es darum geht, die Gangart zu ändern.

„Stanjo“ trabt auf kleinen Straßen vorwärts. Es macht Spaß, mit einer Kutsche zu fahren. Frische Luft, eine schöne Aussicht – und man kann sich wunderbar miteinander unterhalten. Nur das Klappern der Hufe ist ansonsten zu hören.

Auch „Stanjo“ musste lernen, vor einer Kutsche zu laufen. Ein Pferd muss „eingefahren“ werden, heißt das. Schließlich: Eine Pferdekutsche darf auch im Straßenverkehr fahren.

Diese Ausbildung wird „Stanjo“ auch in diesem jahr wieder zugute kommen, denn am 31. August wird sich Sandra Böneker mit ihrem Pferd zum zweitenmal auf eine mehrtägige Kutschtour durch die Region begeben – mit Freunden in insgesamt fünf Kutschen. 2006 hatte sie eine solche Tour das erste Mal mitgemacht – und fand es toll. Eine Nacht hatte sie dabei auch im Stall neben der Box ihres Pferdes geschlafen.

In diesem Jahr geht es über 110 Kilometer durch Friesland und Ostfriesland – eine Dreitagestour. Dafür wird sie sich wieder eine Kutsche leihen – eine „Marathonkutsche“, die auch wesentlich besser gefedert ist, erzählt sie, während „Stanjo“ fast von allein den Weg zurück zum Hof findet.

Dort wird Sandra Böneker ihrem Pferd erst einmal die Hufe auskratzen – mit einem „Hufauskratzer“ natürlich. „Immer mehr Wege werden mit Schotter aufgeschüttet“, erzählt die 22-Jährige, warum das Auskratzen der Hufe mittlerweile besonders wichtig ist.

Macht sie sonst Urlaub? „Nein, nie“, sagt Sandra Böneker. Ihre Pferde nehmen sie einfach viel zu sehr in Anspruch – was die Wemkendorferin natürlich überhaupt nicht bedauert.

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