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Vortrag: Ganteför sieht in Deutschland „Lust am Untergang“

17.09.2014

Wiefelstede Eine „Lust am Untergang“ in Deutschland stellt Prof. Dr. Gerd Ganteför, Physikprofessor an der Uni Konstanz, fest: Im Abstand von etwa 30 Jahren warnten Propheten vor Stürmen und Überflutungen – seit 2000 Jahren schon, erklärte der Referent am Montagabend vor gut 50 Zuhörern in Rabes Gasthof in Wiefelstede.

In seinem Vortrag „Die Energiewende – Vision und Wirklichkeit“ erinnerte der Referent auf Einladung der der FDP nahestehenden Friedrich-Naumann-Stiftung und der Rudolf-von-Bennigsen-Stiftung an die Szenarien der jüngeren Vergangenheit: Erdölende, Waldsterben, Ozonloch: Jedes Mal habe mit Erfolg gegengesteuert werden können. Scheinbar könne man den Deutschen alles einreden – „Hauptsache es wird schlecht!“

Schmölze die Antarktis komplett ab, dann läge Wiefelstede rund 70 Meter unter Wasser. Deshalb empfahl Ganteför augenzwinkernd den Umzug nach Konstanz – jedoch erst in 26 000 Jahren. Das führte zu der Frage, wie sich das Klima ohne menschliche Einflüsse verändern würde: „Die derzeitige Warmphase würde zu Ende gehen und wir stünden am Beginn einer neuen Eiszeit!“

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Ganteför erklärte: Staubsauger- und Glühbirnenverbote retten das Klima nicht, da der Stromanteil am gesamten Energieverbrauch unbedeutend klein ist. Der wesentlichste Faktor sei die wachsende Weltbevölkerung. Mit der Fokussierung auf die Stromerzeugung habe sich Deutschland im Energiemix gerade einmal um ein Prozent verbessert, sagte Ganteför und zog den Schluss: „Diese Energiewende ist eine Stromwende – und die wird an den fehlenden Speichern scheitern.“ Ganteför fordert einen Plan B für Energiegewinnung und -verbrauch und kritisierte die „falsche Angst“ in der öffentlichen Diskussion: Deutschland habe sich zu weit von wissenschaftlichen Fakten entfernt und höre zu stark auf den Zeitgeist: „Wir werden zwar alle sterben, aber nicht durch die Klimakatastrophe“, lautete seine Prognose zum Abschluss.

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