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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Notdienst: Geschlossene Apotheke ärgert Rentner

16.01.2016

Bad Zwischenahn „Für einen Kurort ist das ein Ding der Unmöglichkeit.“ Was G. Logemann so ärgert, ist die Tatsache, dass er sonntagabends von Bad Zwischenahn nach Edewecht fahren musste, um seiner Frau ein vom Notarzt verschriebenes Antibiotikum aus der Apotheke zu holen. „Es kann doch nicht sein, dass von sechs Apotheken keine auf hat.“ Denn: „Nicht jeder 80-Jährige fährt noch Auto“, verweist er auf sein Alter und viele Mitmenschen, denen es ähnlich geht.

In seiner Not habe er sich an die Gemeinde und das Gesundheitsamt gewandt, berichtet er. Bei beiden Stellen habe es geheißen: „Nicht zuständig.“ Beim Landesapothekerverband habe man mit den Worten „Man kann die Apotheken nicht zwingen“ auf die Gesetzeslage verwiesen.

Das bestätigt Apotheker Dieter Lautenschläger. Zur Erläuterung blickt er ein paar Jahre zurück: Da habe immer eine Zwischenahner Apotheke Notdienst gehabt, heute gibt es Regelungen über die Gemeindegrenze hinaus. Seinerzeit seien es aber auch noch neun statt jetzt sechs Apotheken gewesen. Vor allem aber komme nachts kaum mehr ein Patient mit einem Rezept, seit es die Notdienstpraxis in Westerstede gebe. „Es ist kein Bedarf mehr da“, verweist er auch auf wirtschaftliche Gründe: Notdienste dürften nur ein approbierter Apotheker übernehmen, und der habe dann Anspruch auf eineinhalb Tage frei. Aufgrund der Situation Bad Zwischenahns hätten die hiesigen Apotheken für die zwölf Sonntage im Jahr, an denen keine von ihnen Notdienst habe, zumindest einen Zusatzdienst von 10 bis 12 und von 16 bis 18 Uhr eingerichtet. Wiefelstede und Edewecht etwa hätten sich davon befreien lassen.

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Verständnis hat Lautenschläger dennoch für alleinstehende oder weniger mobile Kunden, aber auch einen Ratschlag: Wenn keine Nachbarn oder Verwandten zur Verfügung stünden, könne man auch einen Taxifahrer beauftragen, das Rezept in der nächsten Apotheke einzulösen und sich eine Quittung für die Fahrt geben lassen. Die Kosten würden in den meisten Fällen von den Krankenkassen übernommen.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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