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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Belastung: Gift im Kindergarten gefunden

03.05.2013

Wahnbek Im Kindergarten Wahnbek ist der giftige Stoff PCP nachgewiesen worden. Eine akute Gefahr für Kinder und Mitarbeiter bestehe aber nicht, sagt Caroline Feldmann. Die 1. Vorsitzende des Diakonischen Werkes, dem Träger des Kindergartens, betont allerdings, dass eine zeitnahe Sanierung der belasteten Bauteile erfolgen müsse. Am Donnerstag hatten Gemeinde, Trägerverein und Kindergarten zu einem Ortstermin eingeladen und informierten über den Befall.

Das Chemische Untersuchungsamt Emden hatte bei einer Untersuchung festgestellt, dass die Holzverkleidungen und die Raumluft im Altbau des Kindergartens mit dem Fungizid PCP und dem Insektizid Lindan belastet sind. PCP wird in der Gefahrstoffkennzeichnung der Europäischen Union als sehr giftig, Lindan als giftig eingestuft.

PCP heute verboten

In den 1960er und 70er Jahren wurden diese Stoffe häufig in Holzschutzmitteln verwendet. Der Kindergarten wurde 1970/71 gebaut. Heute ist der Einsatz von PCP verboten, da das Einatmen der Raumluft zu Beschwerden wie Kopfschmerzen, Augenreizungen und Übelkeit führen könne. Bislang seien weder bei Kindern noch bei Mitarbeitern Probleme aufgetreten.

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Der Trägerverein hatte die Untersuchung vor Ostern in Auftrag gegeben – freiwillig und vorsorglich, sagt Caroline Feldmann. Sie hatte gehört, dass in anderen Einrichtungen aus dieser Bauzeit solche Belastungen vorgekommen seien.

Vergangene Woche bekam der Trägerverein das Ergebnis der Untersuchung. „Wir waren von dieser Nachricht sehr betroffen“, sagt Kindergartenleiterin Monika Schütte-Tamminga. Unverzüglich informierte der Kindergarten die Gemeinde Rastede, die das zuständige Gesundheitsamt in Westerstede einschaltete. Dieses beurteilte die Messergebnisse des Labors und gab Entwarnung: Eine akute Gefahr besteht nicht.

Alle Decken entfernen

Am Dienstagabend beriet der Vorstand des Diakonischen Werkes Wahnbek das weitere Vorgehen. In einem Rundbrief wurden am Donnerstag die Eltern der 110 Kinder informiert, die den Kindergarten zurzeit besuchen.

In dem Brief heißt es, dass „sämtliche Holzverkleidungen an Decken und Wänden im Altbau entfernt und entsorgt werden“ müssen. Gleichzeitig soll die erst für 2014 vorgesehene Dacherneuerung vorgezogen werden. Da über den Holzdecken die elektrischen Leitungen verlaufen, sei auch die Elek­trik betroffen.

Die Gemeinde habe 200 000 Euro in den Nachtragshaushalt eingestellt, sagt Rastedes Pressesprecher Ralf Kobbe. Wie teuer die Sanierung tatsächlich wird, müsse noch ermittelt werden. Die Mitarbeiter des Bauamtes werden den Schaden aufnehmen.

In den ersten drei Wochen der Sommerferien (Ende Juni/Anfang Juli) soll die aufwendige Sanierung erfolgen. Vermutlich werde dieser Zeitraum jedoch nicht reichen, so dass mit Einschränkungen im Kindergartenbetrieb zu rechnen sei, heißt es in dem Elternbrief. „Wir haben bereits Kontakt zu Ausweichstellen aufgenommen“, sagt Monika Schütte-Tamminga.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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