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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Wo klütern mehr als schrauben ist

12.10.2018

Godensholt „Wir klütern, und dabei sind wir ganz flexibel“: Diese Devise gilt für 24 Klüterjungs, 15 Klüterdeerns, acht Klüterbengel und sieben Klütermaitjes aus Godensholt. Erst seit drei Jahren gibt es den eingetragenen Verein „Klüterjungs“ in Godensholt, der sich auf vielfältige Weise engagiert, wie Vorsitzender Hermann Siemer und seine Stellvertreterin Anja Abraham berichten.

Zweimal jährlich wird Godensholt von Schrott befreit. Die beiden Termine finden an den Samstagen vor der Uhrenumstellung statt. „Im Frühjahr haben wir fast zehn Tonnen Schrott gesammelt“, berichtet Hermann Siemer. Als sie vor einigen Jahren mit dieser Aktion gestartet seien, waren sie davon ausgegangen, dass das Schrottsammeln eine einmalige Aktion ist. Dem war nicht so. Der nächste Termin ist am 27. Oktober.

Ausrangierte Waschmaschinen gehören meistens zu den Sachen, die abgegeben werden: Sehr zur Freude des Vereinsnachwuchses: „Es ist eine Freude anzuschauen, mit welcher Begeisterung die Kinder die Waschmaschinen auseinanderschrauben“, schwärmt Siemer.

Derzeit arbeitet man an der Restaurierung eines maroden Toilettenwagens, dem der Motorradclub Ocholt gehört. Zusammen mit den Besitzern wird der Wagen auf Vordermann gebraucht, nutzen wollen ihn künftig beide Vereine bei Veranstaltungen.

Eine große Aktion ist das jährliche Kartoffelfest, bei dem sechs bis sieben historische Kartoffelroder eingesetzt werden. Damit die Gerätschaften alle funktionstüchtig sind, wird in der Scheune von Kai-Uwe und Edith Fleßner in Godensholterfeld vor dem Fest kräftig geklütert.

Bei der Ferienpassaktion bieten die Klüterjungs Treckerfahren „vöör lüttje Lüe“ an. „Da haben wir immer viel Zulauf“, sagt Erika Fleßner.

Die Vorbereitungen für den Kartoffelpuffer-Stand, den der Verein während des Aper Herbstmarktes am 27. und 28. Oktober anbietet, sind abgeschlossen. Apfelmus, hergestellt in Gemeinschaftsarbeit, ist eingekocht. Für die Zubereitung des Kartoffelpufferteiges ist die 14-jährige Lea zuständig – sie beherrscht das Rezept. „Das mache ich total gerne, aber ich klüter auch mit Schrauben“, erzählt die Klüterdeern lachend.

In der Vorweihnachtszeit wird die Weihnachtsbäckerei geöffnet: „Wir backen Kekse für die Aktion Lebendiger Adventskalender“, berichtet Anja Abraham. Treffpunkt der Klüterjungs beim Adventskalender ist der Platz am Kartoffelacker, der weihnachtlich geschmückt wird.

Doch damit nicht genug: Die Kartoffelkiste bei Hinrichs ist von etwa Juni bis Oktober mit Kartoffeln bestückt. Die Hütte auf dem Vereinsplatz wurde mit einem Dach erweitert und Anfang Januar erfolgt eine Tannenbaumaktion – ja, und dann werden noch viele andere Sachen geklütert.

Ein Betriebsausflug fand erstmalig in diesem Jahr statt, bei dem Groß und Klein zusammen mit dem Bus nach Edewecht fuhren, um die Käserei zu besuchen und nach Rastede zum Bauernmuseum

Auch wenn es den Verein erst drei Jahre gibt, ist der Zusammenhalt enorm: „Wir sind eine Gemeinschaft, eine große Familie“, erzählt Vereinsmitglied Edith Fleßner. „Kinder, Jugendliche, junge und ältere Erwachsene machen zusammen etwas. Alles geht Hand in Hand und alle haben ihren Spaß.“

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