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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Nistkästen: Ein Häuschen für den Vogel des Jahres

13.03.2018

Gristede /Wiefelstede „Die Stare kommen bald“, weiß Johann Westendorf. Der Gristeder steht oben auf der Leiter – am Rande einer Weide in Gristede, auf der noch das Vieh steht. „Diese Flächen werden immer weniger, aber der Star braucht sie, um genug Nahrung zu finden“, sagt Westendorf. Genau am Rande solcher Flächen hängt der Gristeder gemeinsam mit seinem Kollegen Holger Gierfeld von der Nabu-Ortsgruppe Wiefelstede gerade Nistkästen für diesen „Vogel des Jahres 2018“ auf.

Solche „Allerweltvögel“ wie der Star sind vielleicht bald keine solchen mehr, sagt Westendorf. Der Star etwa ist auf der berühmten, deutschlandweiten „Roten Liste“ von „ungefährdet“ im Jahr 2015 auf „gefährdet“ hochgestuft worden. Gut zwei Millionen Staren-Brutpaare weniger als noch vor 20 Jahren nennt der Nabu da bedenkliche Zahlen. Ursache sind auch die Umwandlung von Weiden in Maisäcker und Intensivgrünland, der Einsatz von Pestiziden, aber auch der Verlust von alten Bäumen mit Bruthöhlen. Und um zumindest ein wenig gegenzusteuern und dem Star Hilfe bei der Aufzucht seiner Jungen zu geben, hängen Westendorf und Gierfeld an diesem Tag eben Nistkästen für den Zugvogel weit verstreut im Gebiet der Gemeinde Wiefelstede auf – stets am Rande noch beweideter Flächen und so eben auch bei Landwirten, die ihr Vieh noch auf die Weide lassen.

Immer mehr Flächen würden nämlich nicht mehr beweidet, sondern der Gewinnung von Silage dienen, macht Westendorf deutlich, dass auf diesen Flächen gerade im Frühjahr das Gras viel zu hoch wächst und schlicht und einfach auch der Mist fehlt, der wiederum Insekten anlockt. Der Star kann dort nur schwer Nahrung suchen für seine Brut – wie etwa Insekten, Würmer oder Larven. Sind die Voraussetzungen jedoch gegeben, dann nistet der Star gleich in der Nähe – in leeren Baumhöhlen oder eben in Nistkästen, rund 500 Meter entfernt von der geeigneten Weidefläche. Darauf bauen denn auch Westendorf und Gierfeld bei ihrer Aktion.

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Hergestellt hat Westendorf die „Eigenheime“ für die Stare im vergangenen Winter, der Nabu hat das Material finanziert. Entsprechende Aktionen für den Steinkauz (2016) und die Meisen (2017) gab es auch schon, sagt Westendorf.

In Kürze, wenn die Brutzeit der Stare beginnt, will der 62-Jährige mal eine Rundtour mit dem Rad starten – und nachsehen, ob die Aktion von Erfolg gekrönt war.


Mehr Infos unter   www.nabu.de 
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