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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Große Störchegruppe klappert Ihausen ab

27.07.2016

Ammerland Ein seltenes Bild bot sich in diesen Tagen an der Augustfehner Straße in Ihausen den vorbeifahrenden Autofahrern. Hier machten mehr als 20 Störche Rast auf einer Weide. Bei der Suche nach Nahrung ließen sie sich auch nicht von Landmaschinen beeindrucken – auf der Fläche wurde gerade Gras gehäckselt. Noch am Montag wurde die Gruppe der Störche an anderer Stelle gesichtet. Da tummelten sie sich im Bereich des Überschwemmungsgebietes in Hengstforde/Augustfehn.

„Dabei handelt es sich um einen sogenannten Storchentrupp. Der gehören Nichtbrüter, aber auch gescheiterte Brüter an“, erklärt der Storchenbeauftragte für das Ammerland, Udo Hilfers von der Storchenpflegestation in Berne. Gerade in diesem Jahr gebe es viele Störche, die aufgrund von anhaltender Dürre die Ostroute nicht so schnell wie sonst zurücklegen konnten. In der Regel sollten aber bis Mitte Mai Nestbau und Eiablage erfolgen. „Dann besteht Aussicht auf eine erfolgreiche Brut“, unterstreicht der Experte.

Die Trupps jedenfalls seien gemeinsam unterwegs, bis es im August/September wieder Richtung Süden gehe. „Mal schließen sich weitere Störche an, mal teilt sich der Trupp. Sie haben ein riesiges Gebiet. Ich schätze, dass sie zwischen Ems und Elbe unterwegs sind. Die Störche kreisen am Himmel auf der Suche nach Nahrung und die finden sie während der Erntezeit am einfachsten“, erklärt Hilfers.

Es könnte sogar sein, dass die Störche immer wieder an der selben Stelle übernachten. In diesem Fall sollten die Beobachtungen an die Storchenstation gemeldet werden. „Wir haben dann die Möglichkeit, vielleicht sogar die Beringungsnummern zu erkennen“, erklärt Hilfers.

Storchennachwuchs sei im Ammerland in diesem Jahr nicht zu erwarten. „Wir hatten eine gescheiterte Brut im Hankhauser Moor. Die Jungvögel waren aber noch sehr klein, als sie verstorben sind.“

Die letzte erfolgreiche Brut im Landkreis war 2007 in Aperberg. Ein Junges von dreien konnte großgezogen worden. Allerdings verendete es bei seinem ersten Ausflug im Stacheldraht. Tragisch meinte es das Schicksal auch mit dem Storchenvater: Er war, wie Hilfers weiß, in einer Windkraftanlage in der Gemeinde Berne verunglückt. „Er wäre sonst sicherlich wieder ins Nest zurückgekehrt, um dort zu brüten.“

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