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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Großer Streit um kleines Baugebiet

13.05.2017

Tange Ein kleines Baugebiet mit neun Grundstücken, das die Gemeinde Apen im Eckbereich Bucksander Weg/Schedemannsweg herrichten lassen will, sorgt in Tange nach wie vor für viel Diskussionsstoff: Das wurde auch bei der Bürgerbeteiligung im Dörps­hus deutlich, zu der die Gemeinde eingeladen hatte.

„Keine Alternative“

Apens Bauamtsleiter Rolf Siems erläuterte, dass die Gemeinde mehrere Flächen für eine Wohnbebauung in Tange geprüft habe. Weil man in den Immissionsschutzbereich eines landwirtschaftlichen Betriebes gerate, sei es nicht möglich, die Delger-Siedlung (Buchen-/Goldulmenstraße) zu erweitern. Immissionsschutzbereiche und unverzichtbare Flächen für Baumschulen sprächen gegen die Tanger Hauptstraße. Eine Bebauung nördlich der Schule würde zu einer Splittersiedlung führen. Die einzige in Frage kommende Fläche sei das 1,2 Hektar große Gelände nördlich der Siedlung Altona. Auf dieser Fläche, die die Gemeinde erwerben könne, könnten neun Grundstücke mit jeweils rund 1000 Quadratmeter entstehen. Der Verwaltungsausschuss habe im April beschlossen, dass das baurechtliche Verfahren eingeleitet werden solle. Siems sagte zu, dass alle Anregungen sorgfältig abgewägt und man mit den Landwirten auf Augenhöhe sprechen werde.

Zwei Varianten

Rita Abel vom Planungsbüro NWP in Oldenburg erläuterte zwei Varianten für das neue Baugebiet, die sich durch Entwässerungsgräben mit Grünstreifen im Westen bzw. im Süden unterschieden.

Für Konrad Delger als Vorsitzender des Landvolks Tange/Nordloh/Godensholt, Sprecher der Flurbereinigung und der Landwirte beinhaltet das neue Baugebiet, dass „ein landwirtschaftliches Sahnestück in Tange zerstört wird“, wenn diese 1,2 Hektar von den landwirtschaftlichen Nachbarflächen abgetrennt würde. Bauern benötigten, um wirtschaftlich arbeiten zu können, große zusammenhängende Flächen. Delger kritisierte auch, dass die Gemeinde bei der Suche nach Bauland nicht mit den Landwirten gesprochen habe.

Manuel Jütting aus der Siedlung Altona sagte, dass das Gelände für das neue Baugebiet rund einen Meter aufgeschüttet werden müssten und die dafür notwendigen 1200 Lkwfahrten die Straßen weiter schädigen würden. Er kritisierte, dass nicht wie bei der Siedlung Altona nach einem Standort gesucht werde, den alle im Dorf mittragen.

Gegen das neue Baugebiet sprach sich auch Ortsbrandmeister Manfred Delger aus, der die Erweiterung der Delger-Siedlung favorisierte. Wie er erfahren habe, wäre es für die Gemeinde dort möglich, Nachbarflächen zu erwerben. Er verstehe nicht, so Delger, warum landwirtschaftliche Immissionen bei der gleichen Entfernung von 70 Metern in Tange zum Aus für die Erweiterung Delger-Siedlung und in Godensholt zu einem neuen Baugebiet führten.

Andere Sachverhalte

Bürgermeister Matthias Huber betonte, dass die Sachverhalte in Tange und Godensholt ganz andere seien. Außerdem hätten nicht Privatpersonen, sondern der Rat die Planungshoheit. Bei dieser Versammlung handele es sich um keine Diskussionsveranstaltung, sondern um eine Bürgerbeteiligung, wo Anregungen gegeben werden sollten, die protokolliert würden.

Björn Meyer (SPD) und Hartmut Orth (UWG), die wie viele andere Ratsmitglieder an der Sitzung teilnahmen, sagten, dass man lange nach einer Lösung für Baumöglichkeiten in Tange gesucht habe.

Gegenüber der NWZ ergänzte Bauamtsleiter Siems, dass es inzwischen elf Interessenten für das neue Baugebiet gäbe.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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