• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Halsbek auch bei Nacht erkennen

27.01.2011

HALSBEK Wilhelm Hamjediers möchte Wissen bewahren, Wissen über die Geschichte seiner Heimat Halsbek. Seit er vor 25 Jahren in Rente ging, ist der heute 89-Jährige als Hobbychronist unterwegs.Über 50 Filme hat er mittlerweile über Halsbek gedreht.

Ein Thema, das ihn besonders interessiert, ist die Geschichte, wie Halsbek zu seiner Stromversorgung kam. 2010 jährte sich die Einführung der Elektrizität nämlich zum 100. Mal. Laut Wilhelm Hamjediers waren es vor allem der Stellmacher Eduard Müller und der Tischler Elimar Behrens, die die Stromversorgung im Ort damals vorantrieben. „Sie wollten sich ihre schwere Arbeit durch die Elektrizität erleichtern“, so Hamjediers, der früher selbst noch als Stellmachermeister gearbeitet hat. Anfang des 20. Jahrhunderts hatten die Stellmacher ihre Maschinen noch mit dem Fuß betreiben müssen, um ihr Arbeitsmaterial, hartes Eichenholz, zu verarbeiten.

Strom gab es in der Region schon früher. „Ab 1906 war der Stromlieferant in Wiesmoor. Der Ort liegt in einem großen Moorgebiet. Mit der Verarbeitung von Torf wurde damals der Strom erzeugt“, fand Wilhelm Hamjediers heraus. Für Halsbek kam der große Durchbruch dann vier Jahre später, als von Grabstede aus Freileitungen für die Stromversorgung gelegt wurden. „In die Straße ,Müller Meyer’, der heutigen Halsbeker Straße, wurde der Transformator hingebaut“, weiß der 89-Jährige. Die Zeiten, in denen Halsbek im Dunkeln nicht zu erkennen war, waren damit vorbei. Von der Versorgung mit Strom profitierten demnach nicht nur die Stellmacher und Tischler, sondern alle Einwohner. Straßen konnten nun elektrisch beleuchtet werden, und auch in die Wohnstuben kam mehr Licht. Elimar Behrens nahm sich auch weiterhin der Stromversorgung in Halsbek an. Mit seinem Fahrrad fuhr er von Haus zu Haus, um die Stromzähler abzulesen. Die Zahlen leitete er an die EWE in Oldenburg weiter. Auch bei Schäden an den Stromleitungen, die zum Beispiel bei Sturm umgeknickt waren, war Behrens zur Stelle.

„Mir ist es wichtig, das Wissen um die Geschichte von Halsbek weiterzugeben“, so Hamjediers. Seine alte Stellmacherwerkstatt hat er deshalb in eine Art Museum umfunktioniert. Hier steht alte eine Radmaschine, die noch mit Fuß betrieben wurde. „Wer sich dafür interessiert, kann gerne vorbeikommen. Ich zeige und erkläre die Dinge gerne.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.