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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Diese Truppe backt keine kleinen Brötchen

21.03.2018

Halsbek Es habe schon wärmere Tage im März gegeben, erinnert sich Gerlinde Mecking. Doch das Wetter stört sie und ihre Mitstreiter nicht. Wenn der Winter vorbei ist, nimmt die ehrenamtliche Backgruppe des Heimatvereins Halsbek ihr Ehrenamt wieder auf. An jedem zweiten Donnerstag im Monat, von März bis Oktober, wird im Backhaus der Backspieker eingeheizt.

Bäckermeister Heinz Bolte habe vor rund zehn Jahren den Anstoß gegeben, den Geräteschuppen in eine schmucke Backstube umzuwandeln. „Ich hatte Interesse am Brotbacken und war quasi Lehrling bei Heinz Bolte“, erinnert sich Gerlinde Mecking und fügt hinzu: „Wir backen aus Leidenschaft und Hobby.“

Alte Rezeptur

Ganz wichtig für das Gelingen der Backwaren ist die Ofentemperatur. „Wir heizen bereits am Abend vorher mit Buchenholz ein und legen am nächsten Morgen nach“, so die Hobby-Bäckerin.

Warm eingepackt unter mehreren Geschirrtüchern und einer Wolldecke liegt auf der Arbeitsplatte im Backhaus bereits ein dicker Brotteig. „Das ist ein Roggenmischbrot mit Natursauerteig. Das Rezept haben wir vom Museumsdorf Cloppenburg“, erzählt Gerlinde Mecking, die an diesem Nachmittag mit Christa Brunken und Jürgen Henschel im Backhaus ehrenamtlich tätig ist. Zum Team gehört auch Werner Röhling, der an diesem Nachmittag verhindert ist. „Backen im historischen Backspieker ist etwas Besonderes“, sagt Jürgen Henschel. Er wirkt zum ersten Mal mit. Der Koch ist in Rente gegangen und möchte gerne ehrenamtlich etwas machen. Ihm liege die Pflege von Traditionen am Herzen.

Gärkörbe fehlen

Dann ist es soweit: Jürgen Henschel wiegt ab, Christa Brunken bringt den Teig in Form und Gerlinde Mecking legt die Masse auf ein Blech und stützt diese mit Tüchern ab: „Damit sie in Form bleiben. Uns fehlen hierfür Gärkörbe. Die bisherigen waren abgängig und wurden entsorgt.“ Während die unfertigen Brote eine gewisse Zeit im Gärschrank ruhen, wird in der Zwischenzeit Stutenteig hergestellt. Alle Zutaten werden gewogen und in der Knetmaschine geknetet. „Die Knetmaschine hat uns Heinz Bolte damals besorgt. Das erleichtert die Arbeit“, ist das Team froh und hat zwischen den verschiedenen Arbeitsgängen stets die Uhrzeit im Blick. Während nun auch der Stutenteig unter Tüchern seine Ruhe hat, wird die restliche Holzkohle aus dem Ofen genommen, der Innenraum feucht gewischt und die Temperatur geprüft. Dann muss es schnell gehen und jeder Handgriff sitzen: die Roggenmischbrote werden Stück für Stück auf Holzschiebern, die mit Kleie bestreut werden, zügig in den Ofen geschoben. „Kleie verhindert, dass das Brot im Ofen festbackt“, erzählt Christa Brunken. Während der gut 30-minütigen Backzeit des Roggenmischbrotes wird der Stutenteig abgewogen, geformt und auf Bleche in den Gärschrank geschoben.

Sobald die Roggenmischbrote aus dem Ofen sind, kommen die Stuten hinein. Gegen 17.30 Uhr startet dann direkt beim Backhaus der Verkauf. „Die Leute kennen die Backtermine“, freut sich Gerlinde Mecking über einen guten Verkauf. Schluss ist dann allerdings noch nicht. Die Backstube muss noch gereinigt werden, bevor die Hobby-Bäcker Feierabend haben. Am Donnerstag, 12. April, sind sie wieder im Einsatz.

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