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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Tante Emmas Enkel kommt

20.07.2019

Halsbek „An den Wänden kann ich mir Bilder aus der Halsbeker Dorfgeschichte oder von Halsbeker Veranstaltungen vorstellen, zwei Tische oder Stehtische würden sich im Laden gut machen, und draußen Holzbänke, damit man sich setzen oder auch rasten kann. Bis zur Eröffnung soll alles schick werden“, beschreibt Hossein Dadari seine n Vorstellungen. Der 34-jährige gebürtige Iraner strahlt, wenn er von seiner Geschäftsidee erzählt. „Ich erfülle mir meinen Traum und stehe mit vollem Herzen dahinter.“

Spätestens im August

Hossein Dadari ist einer von Tante Emmas Enkeln: Sie wollen ein Mini-Supermarkt eröffnen, auf dem Dorf, damit nicht nur die alternde Bevölkerung schnell und bequem um die Ecke einkaufen kann. Vorbei die Zeiten der Einkaufscenter? Vorbei die Zeiten, in denen die Läden in den Dörfern schließen mussten, weil dort nicht mehr eingekauft wurde?

Spätestens Mitte August möchte Hossein Dadari seinen kleinen Tante-Emma-Laden eröffnen.

Nebenbei das Geschäft

Zunächst will er das Geschäft ohne Personal betreiben. Mehrere Automaten werden mit dem gängigen Sortiment des täglichen Bedarfs bestückt. Er habe im Internet viele Informationen zur Startphase eines Tante-Emma-Ladens gelesen. Genau hat sich der dreifache Vater das Projekt durchgerechnet: „Ich habe Familie und kann meinen Beruf nicht aufgeben.“ Der Karosseriebaumechaniker, der im Fahrzeugbau für Nutzfahrzeuge in Bremen arbeitet, wohnt mit seiner Familie in Oldenburg. Ehefrau Tamar ist Musiklehrerin und studiert derzeit Sozialwissenschaften.

Mit dem Ortsbürgerverein Halsbek hat Hossein Dadari, der seit seiner frühesten Kindheit in Deutschland lebt, schnell Kontakt aufgenommen. „Die Vereinsmitglieder freuen sich auf den neuen Laden und helfen gerne.“ Als es darum ging, die schweren Automaten vom Anhänger ins Gebäude zu schaffen, sei jemand mit einem Radlader gekommen. Viele Halsbeker hätten vor der Tür gestanden und und mit angepackt.

„Ich habe früher schon mal zwei Jahre in einem Kiosk gearbeitet Das hat viel Spaß gemacht.“ Er sei gerne mit den Menschen im Gespräch, so Hossein Dadari.

Seit seiner Kindheit habe er den Wunsch, einen eigenen Lebensmittelladen zu betreiben. Zufällig sei er im Internet auf das Gebäude an der Halsbeker Hauptstraße 20 gestoßen. „Der neue Eigentümer bot einzelne Bereiche zur Vermietung an. Ich habe Kontakt aufgenommen“, so der motivierte junge Mann. Zwischenzeitlich habe es so ausgesehen, als sollten Wohnungen in dem Objekt entstehen, wo früher eine Werkstatt und ein kleiner Lebensmittelladen untergebracht waren. Fast wäre sein Vorhaben gescheitert. Dann hieß es, dass hier doch keine Wohnungen geschaffen werden sollten.

„Ich habe den Laden sofort gemietet. Ich werde es probieren, mit ganzer Kraft“, strahlt der junge Mann. Er habe jahrelang für diese Geschäftsidee gespart. „Mein Ziel ist es, in Halsbek einen schönen Tante-Emma-Laden zu schaffen, der auch ein Treffpunkt für nette Gespräche sein kann.“

Bald ist es soweit

Das Equipment für den Start hat Hossein Dadari bereits im Laden stehen. In Osnabrück, Mannheim und Bayern hat der zukünftige Tante-Emma-Laden-Besitzer Automaten gekauft und nach Halsbek geholt. Zwei große Spiralautomaten, einer mit Lift, ein Trommel- und ein Tiefkühlautomat, ferner je einen Automaten für alkoholfreie Getränke und Kaffeespezialitäten sowie einen Automaten, der Geld wechselt. Alle Automaten seien sehr leicht zu bedienen und hätten eine Lebensmittelkühlung. „Eventuell werde ich auch frisch belegte Brötchen anbieten können“, erzählt er von seinen Plänen. In den nächsten Wochen, wenn der Besitzer der Immobilie, André Henken, da sei, sollen restliche Bauarbeiten erledigt werden.

Halsbeker einbeziehen

Hossein Dadari möchte bei seinem Ladenprojekt die Halsbeker einbeziehen. „Ich werde viele regionale Produkte von Erzeugern aus dem Umland anbieten wie Honig, Eier, Fleisch und Käse“, sagt der 34-Jährige. Er wolle eine Tafel aufstellen, auf der die Kunden Wünsche äußern können. „Was machbar ist, werde ich umsetzen.“ Für Anregungen und Ideen ist er offen (Telefon  01 57/33 86 06 32). Außerdem möchte er die Halsbeker bei der Namensgebung für seinen Laden mit einbeziehen. Der Familienvater hofft, dass er bald jemanden findet, der zeitlich flexibel ist und bei eventuellen Störungen der Automaten helfen kann. Die Tür zum Laden soll täglich 24 Stunden und sieben Tage die Woche geöffnet sein.


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