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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Kühe leben hier ausgezeichnet

14.03.2018

Helle /Wiefelstede Eigentlich war es die Wolldecke mit Kuhfellmuster, die Familie Gerdes dazu brachte, im vergangenen Jahr vier Seiten Formulare auszufüllen und sich damit um den Milchlandpreis 2017 der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen 2017 zu bewerben. „So einen schönen Preis nur für die Teilnahme, da haben wir uns die Zeit gerne genommen“, sagte Hella Gerdes am Dienstag auf dem Hof der Familie mit einem Schmunzeln.

Dass dann kurz nach der Decke noch Experten der Landesvereinigung vorbeikamen, um sich den Hof genauer anzusehen, überraschte die Familie dann doch etwas.

Seit 1860 existiert der Hof in Helle, seit 1924 ist er im Besitz der Familie Gerdes. 2014, als klar war, das Sohn Eike (25) den Hof von Vater Gerd (62) und Mutter Hella (57) übernehmen wollte, baute die Familie einen neuen Boxenlaufstall für die Kühe. Ein vollautomatischer Melkroboter sorgt dort dafür, dass jede Kuh nicht nur frei entscheiden kann, wann sie fressen und wann sie liegen will, sondern auch, wann sie gemolken wird. 55 Hektar Land werden je zur Hälfte als Weidefläche und Ackerland genutzt. Sowohl Gerd als auch Eike Gerdes arbeiten auch noch als Landmaschinenmechaniker.

Solche modernen und nachhaltigen Betriebe, die gesunde Ökonomie mit einem mehr an Tierwohl verbinden sind es, die beim Milchlandpreis ausgezeichnet werden. Der Betrieb Gerdes, in dem derzeit 65 Kühe gemolken werden, schaffte es auf Platz 5 der rund 8500 niedersächsischen Milchviehbetriebe. Bereits im Dezember hatte es im Alten Kurhaus in Bad Zwischenahn die Preisverleihung gegeben, am Dienstagvormittag wurde bei Familie Gerdes noch einmal mit vielen Gästen gefeiert.

Ein großes Schild am Stall weist Besucher künftig auf die Auszeichnung hin. Herbert Heyen, Vorstand der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen überbrachte das Schild. Die Landwirtschaft denke schon immer in Generationen und arbeite deshalb eigentlich auch immer schon nachhaltig. Betriebe wie der der Familie Gerdes seien aber besonders geeignet, diese Nachhaltigkeit auch in den Blick der Öffentlichkeit zu bringen, so Heyen.

Damit ist Familie Gerdes im Ammerland nicht allein: Am Nachmittag wurde auch in Wiefelstede auf dem Hof von Astrid, Dirk, Imke und Jens Bollmann in Wiefelstede ein Milchlandpreis-Schild aufgehängt. Der ebenfalls als Familienbetrieb geführte Hof schaffte es unter die ersten 15 Betriebe.

In Helle gratulierten neben anderen Bürgermeister Arno Schilling, der stellvertretenden Landrat Heino Hoots, Manfred Gerken vom Ammerländer Landvolk und Jan Schnörwagen, Vorstand der Molkerei Ammerland. „Wer bei diesem Wettbewerb mitmacht, steht hinter seinem Betrieb und solche Höfe brauchen wir“, so Schilling. Stolz erinnerte der Bürgermeister auch daran, dass die Gewinner des ersten Preises, der „goldenen Olga“, Familie Neumann aus Riekenbostel im Landkreis Rotenburg/Wümme ursprünglich ebenfalls aus der Gemeinde Bad Zwischenahn kommen.

Familie Gerdes will, wenn Milchpreis, Banken und Verwaltungen es zulassen, gerne weiter investieren – unter anderem in einen Stall für Jungtiere. „Dann könnt ihr beim nächsten Wettbewerb auch gewinnen“ prophezeite Manfred Gerken.


  Ein Video unter     www.nwzonline.de/videos 
Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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