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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Ist Tobi Gutmann bald „Mister Handwerk“?

13.12.2016

Edewecht „Tobias nennt mich kein Mensch. Naja, meine Mutter vielleicht mal – aber nur ganz, ganz selten. Bei allen anderen heiße ich Tobi.“ Und bald heißt Tobi Gutmann vielleicht auch „Mister Handwerk“. Der 33-jährige Dachdecker aus Edewecht bewirbt sich um den Titel. Vergeben wird er Anfang März bei der Internationalen Handwerksmesse in München.

Einen ersten, aber riesigen Schritt in Richtung Titelgewinn hat der Vater zweier Kinder bereits gemacht. Fotos von ihm sind im Handwerker-Kalender 2017 abgedruckt. Das Titelblatt zeigt Tobi zusammen mit der angehenden Raumausstatterin Marina Haubrich aus Bad Iburg, solo ist der Ammerländer auf dem Januar-Blatt zu sehen.

„Ich habe so gut wie niemandem von meiner Bewerbung für das Kalender-Fotoshooting erzählt“, sagt der Dachdecker. Seine Frau Lorena und ein paar Kumpels hätten davon gewusst. Erst nach den Aufnahmen habe er bei der Arbeit davon berichtet. „Ich musste meinen Chef Carsten Dierks ja fragen, ob er mir für die Mister-Handwerk-Wahl im März freigibt.“ Dierks gab sein Okay.

Nicht alle 24 Männer und Frauen, die im Kalender abgebildet sind, dürfen sich in München der Jury stellen. Nur sechs Männer und sechs Frauen wurden für das Finale ausgewählt. Wer letztlich Mister und Miss Handwerk wird, hängt nicht allein von den Juroren ab. Für die Kandidaten und Kandidatinnen kann im Internet abgestimmt werden. Für Tobi ist das unter kann man hier abstimmen.

„Ich würde schon gern gewinnen. Es wäre mir eine große Ehre, wenn ich mit meinem Gesicht und meiner Art das Handwerk repräsentieren dürfte.“ Tobi blickt nachdenklich. „Ich möchte den Leuten zeigen, dass Bau keine Notlösung ist. Kreativität ist da durchaus auch gefragt – und Engagement und Ehrgeiz“, betont der Dachdecker-Geselle.

Sich zu fordern, ist Gutmann wichtig. Das Haus, in dem er mit seiner Familie lebt, hat er mit Hilfe von Handwerker-Freunden selbst gebaut. Früher war er ein begeisterter – und guter – Fußballer, heute trainiert er beim VfL Edewecht den Nachwuchs um seinen siebenjährigen Sohn Luc. „Ich musste wegen Rückenproblemen mit dem aktiven Fußballsport aufhören“, erzählt der 33-Jährige. Seitdem geht er regelmäßig ins Fitnessstudio. Die Trainingsergebnisse lassen sich im Kalender bewundern: Tobi Gutmann sieht ein bisschen aus wie der Schauspieler Hugh Jackman in dessen besten Wolverine-Zeiten.

Die größte Rolle in Tobis Leben spielt die Familie. Mit Ehefrau Lorena, einer Diplom-Kauffrau, tanzt er im Verein, mit Sohn Luc und Tochter Luna (4) spielt er viel. „Es wäre super, wenn sich Luna eines Tages für Fußball begeistern könnte. Ich habe schon einen Ball mit Glitzerfarbe angemalt, aber das hat nichts gebracht“, lacht der 33-jährige Vater. „Meine Familie ist übrigens der Grund, warum ich mich nicht selbstständig machen würde. Da steckt man all seine Zeit in den Betrieb – und für Frau und Kinder bleibt nichts übrig.“

Hier geht’s zum Voting für Tobi Gutmann