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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Ein Händchen für Langohren

23.10.2017

Jeddeloh I Durchweg erfreulich war die Bilanz, die der Rassekaninchenzuchtverein (RKZV) I 8 Edewecht bei seiner Schau am vergangenen Wochenende in Jeddeloh I ziehen konnte. Da in diesem Jahr keine größeren Schwierigkeiten wegen des Wetters im Frühjahr oder spezifischen Krankheiten ihrer Zuchttiere bei den Züchtern auftraten, hatten die Kaninchenzüchter bei der 62. Rassekaninchenausstellung insgesamt 112 Tiere aus zwölf Rassen und Farbschlägen vorstellen können.

„Wir sind mit dem Zuchtjahr insgesamt sehr zufrieden“, zog die Vorsitzende der Edewechter Kaninchenzüchter, Annette Hellmers, ein positives Fazit. Sechs Kinder und Jugendliche sowie acht erwachsene Züchter zeigten der Öffentlichkeit am Wochenende im „Alten Bullenstall“ bei Anke und Brun zu Jeddeloh in Jeddeloh I die Ergebnisse ihrer Zucht.

Nicht nur die Besucher zeigten sich von den Tieren beeindruckt, auch bei den Preisrichtern kamen die Rassekaninchen gut an. So wurden von den Preisrichtern Klaus Martens und Gerd Wichmann insgesamt 15 Tiere mit der höchsten Qualitätsstufe, einem „Vorzüglich“, bewertet. Jedes der Kaninchen erhielt jeweils 97 von möglichen 100 Punkten.

Prädikat für Züchter

Zufrieden war an diesem Wochenende auch Friedrich Marks aus Torsholt, der mit seinen 76 Jahren der älteste aktive Züchter im Kaninchenverein Edewecht ist. Er brachte zehn „Satin-Elfenbein Rotaugen“ (RA) mit zur Schau. Fast jeder seiner kuscheligen Nager erreichte eine Auszeichnung: Einmal wurde ein „Vorzüglich“ vergeben, das höchste Prädikat, und sieben Mal das Prädikat „Hervorragend“, die zweitbeste Bewertung. Dabei verteilten die Preisrichter für diese sieben Tiere jeweils 96,5 Punkte.

„1963 habe ich mit der Kaninchenzucht angefangen“, erinnert sich der Züchter. „Seit 1970 bin ich im Kaninchenzuchtverein I 8 Edewecht Mitglied. Ich weiß daher, worauf ich bei der Zucht zu achten habe“, so Marks weiter.

Bis zu 350 Tiere

Aktuell hat der gelernte Schlachter, der seit einigen Jahren in Torsholt lebt, zwischen 20 bis 25 Tiere, alle Satin-Rotaugen. In früheren Jahren besaß er in den Hochzeiten bis zu 350 Tiere und züchtete neben der Rasse „Weiße Wiener“ auch „Rheinische Schecken“, „Castor-Rex“ und „Alaska“.

Dass es nun weniger Tiere geworden sind, hinge mit seinem Alter zusammen, sagt Marks. Gerade die demografische Entwicklung macht ihm Sorgen um den Fortbestand der Kaninchenzuchtvereine. „Es gibt hier im Umkreis von Edewecht einige Vereine, die wegen Überalterung aufgelöst wurden. Es ist wichtig, Kinder an dieses Hobby heranzuführen, um den vielfältigen Bestand der unterschiedlichen Kaninchenrassen zu gewährleisten.“ Mit seinen neun Jungzüchtern sei der Edewechter Verein noch gut aufgestellt, wobei Marks allerdings darauf aufmerksam macht, dass viele dieser jungen Züchter Kinder oder Enkel von Vereinsmitgliedern seien.

Aktiver Vereinsmensch

Als Vereinsmensch, der 76-Jährige spielte Fußball und ist heute noch im Boßelerverein Torsholt aktiv dabei, hilft Friedrich Marks auch im Umfeld der Ausstellungen – aktuell bei der Vereinsschau oder im November bei der Kreisausstellung. Er ist dann für den „Küchenbereich“ zuständig, er kümmert sich um Pommes, Bratwurst und Erbsensuppe. „Das gehört zu einem aktiven Vereinsleben dazu, dass wir uns auch ehrenamtlich einbringen. Und es beschreibt die tolle Atmosphäre im Verein“, lobt der Züchter.

Vater und Tochter vorne

Trotz des sehr guten Abschneidens seiner Tiere gehörte Friedrich Marks nicht zu den Preisträgern dieser Ausstellung. Jugendmeisterin wurde Alena Haaken, ihr Vater Werner Haaken Vereinsmeister und Gewinner in der Klasse 1 der Zuchtgruppen. Den besten Hasen stellte Timo Windmann, die beste Häsin Annette Hellmers, die auch in der Klasse 5 der Zuchtgruppen gewann. Das drittbeste Tier konnte Lukas Hellmers präsentieren. In den Zuchtgruppen Klasse 4 ging der erste Platz an die Zuchtgemeinschaft Hellmers, in Klasse 6 an Adolf Gurk.

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