• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Fernbedienung für grüne Welle

13.10.2018

Jeddeloh Ii Eltern von Grund- und Oberschülern aus Jeddeloh II hatten den Vorschlag unterbreitet und der Landkreis Ammerland will ihn nun – mit Unterstützung des Busunternehmens Bruns – umsetzen: Der Bus der Linie 388, mit dem Kinder aus Jeddeloh II von den Haltestellen Goldener Anker, Prinzendamm, Langendamm und Feuerwehr zur Bushaltestelle am Denkmal gebracht werden, soll nun mit einem „Taster“ ausgestattet werden. Diese Technik, die das Busunternehmen Bruns bereits in Bussen in Oldenburg nutzt, ermöglicht Busfahrern, Ampeln vom Bus aus schalten und steuern zu können.

Diese Lösung kündigte auf Anfrage der NWZ Ralf Denker, Leiter des Dezernats Inneres, Schulen, Kultur und Wirtschaft beim Landkreis Ammerland, an. Er verwies jedoch darauf, dass die Ampeltechnik und die Technik der „Fernbedienung“ im Bus noch aufeinander abgestimmt werden müssten. Das wolle man den Eltern aus Jeddeloh II mitteilen.

Schwieriges Passieren

Elf Familien aus Jeddeloh II hatten sich mit Schreiben vom 6. Februar dieses Jahres an das Schul- und Kulturamt des Landkreises gewandt und Probleme bei der Schulbusbeförderung der Linie 388 hingewiesen. Der Schulbus, in den morgens die Grund- und Oberschüler von fünf Haltestellen aus Jeddeloh II säßen, müsse auf seinem Weg zur Bushaltestelle Denkmal, wo die Kinder umstiegen, von der Bogenbrücke über den Küstenkanal kommend die stark befahrene Bundesstraße 401 passieren. Wenn der von links kommende Verkehr es zulasse, fahre der Busfahrer auf die Fahrbahn bis etwa in Höhe der Abbiegespur. Sobald es der von rechts aus Richtung Oldenburg kommende Verkehr ermögliche und die Autofahrer hielten, überquere der Busfahrer dann das weitere Stück der Bundesstraße, um dann in die Wischenstraße zu fahren.

Eine Mutter habe den Fahrer auf dieses Verhalten angesprochen, heißt es weiter in dem Brief der Eltern. Der Fahrer habe angeregt, dass sich die Eltern an den Landkreis wenden sollten mit dem Ziel, dass die Ampelschaltung verändert wird. Für Busfahrer wäre es wohl schwierig, die Fahrzeiten einzuhalten, wenn die B 401 zu überqueren sei, so die Eltern.

Wie eine Mutter ergänzend gegenüber der NWZ berichtete, sei ein Busfahrer während der Warterei manchmal sogar bei laufendem Motor aus dem Bus gestiegen und habe die Bedarfsampel gedrückt, damit der Verkehr auf der B 401 stoppte und der Bus die Straße queren konnte. Auch das hätten Busschüler erzählt.

Dass das Überqueren der B 401 gerade in Hauptverkehrszeiten nicht immer einfach sei, wüssten alle Jeddeloher. Dennoch dürfe kein Schulkind gefährdet werden.

Mit Schreiben vom 22. August erhielten die Eltern eine Antwort. In dem Schreiben des Straßenverkehrsamtes beim Landkreis hieß es, dass das von Eltern geschilderte Verhalten des Busfahrers beim Queren der Straße nicht zugelassen sei und schwerwiegende Folgen haben könne. Deshalb habe man das Busunternehmen gebeten, diese Fahrweise zu unterbinden. Mit der Anregung der Eltern, einen Taster im Bus zu installieren, habe man sich mit Vertretern der Straßenmeisterei, der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und der Polizei ausgetauscht. Festgestellt wurde, dass es an dem Kreuzungsbereich viele Rotlichtverstöße gebe. Ein Taster würde diese Problematik vermutlich noch verstärken, deshalb habe man sich dagegen ausgesprochen. Wenn es weitere Verstöße gäbe, möchten sich die Eltern erneut melden.

Eltern verärgert

Mit Kopfschütteln und Unverständnis hatten nicht nur betroffene Eltern auf dieses Schreiben reagiert, sondern auch der Westerschepser FDP-Ratsherr Rolf Kaptein, der von Jeddeloher Eltern angesprochen worden war und den Brief des Landkreises in der jüngsten Ratssitzung vorlas. Besonders geärgert habe man sich über den Hinweis, dass der geforderte Taster dazu beitragen könne, Rotlichtverstöße zu verstärken und man mit dem Antwortschreiben keine Lösung aufgezeichnet bekam. Eine Lösung wurde – was die Schulbusbeförderung betrifft – gefunden, die Rotlichtverstöße sind Sache der Polizei.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
Rufen Sie mich an:
04488 9988 2605
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.