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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Wohnen In Edewecht: Bis zu 80 Grundstücke auf 6,5 Hektar

23.11.2019

Jeddeloh Ii Rund 80 Baugrundstücke könnten in Jeddeloh II entstehen – nicht auf einen Schlag, sondern sukzessive und je nach Bedarf. Seit Jahren schon wollte man der steigenden Nachfrage Genüge tragen, doch in der Vergangenheit scheiterten die Pläne stets an nicht vorhandenen Flächen. Das sieht nun anders aus.

Denn die Gemeinde konnte eine Fläche von etwa 6,5 Hektar Größe nördlich der Gartenstraße in Jeddeloh II kaufen. Da diese Fläche zuvor landwirtschaftlich genutzt worden war, konnte sie laut städtebaulichem Entwicklungskonzept nicht bebaut werden. Dieses Hemmnis ist jedoch inzwischen entfallen, die Landwirtschaft wurde zwischenzeitlich eingestellt.

Freigabe der Baugrundstücke in mehreren Etappen

Reiner Knorr von der Gemeinde stellte die Pläne in der vergangenen Sitzung des Bauausschusses vor. Die innere Erschließung des Baugebietes könnte mittels einer Erschließungsstraße an die Gartenstraße zwischen den Hausnummern 3 und 5 erfolgen. Die erforderlichen Flächen wurden von der Gemeinde ebenfalls erworben. Um jetzt die planungsrechtlichen Grundlagen für eine Ausweisung von Wohnbauflächen zu schaffen, soll für den Bereich eine 22. Änderung des Flächennutzungsplanes 2013 durchgeführt werden und der Bebauungsplan Nr. 198 „nördlich Gartenstraße“ aufgestellt werden.

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Fragen, die sich in der anschließenden Diskussion stellten: Wie schnell soll vermarktet werden? Und wichtiger: an wen? „Wir haben junge Jeddeloher, die Bauplätze suchen. Die sind leichter ins Vereinsleben zu integrieren“, sagte Theodor Vehndel (SPD). „Da müssen wir ein Konzept erarbeiten, um nicht alle Bauplätze auf einmal auf den Markt zu bringen“, ergänzte Parteigenosse Knut Bekaan.

Baugebiet hat nicht nur Befürworter

Wichtig ist dies, weil die Befürchtung besteht, dass zu viele Auswärtige in Jeddeloh II Grundstücke kaufen und so den Gemeinschaftscharakter gefährden könnten. In anderen Orten war die Erfahrung gemacht worden, dass sich Neubürger nicht in die Dorfgemeinschaft integrierten. Vielmehr soll nach und nach Jeddelohern ermöglicht werden, Grund zu erwerben, um in der Heimat bleiben zu können. Rolf Torkel, allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin, erklärte: „Das könnte in mehreren Etappen gehen, damit immer ausreichend Jeddeloher Interesse haben.“

Doch das Baugebiet hat nicht nur Befürworter. Hergen Erhardt (Grüne) gab zu bedenken: „Durch Bauen das Vereinsleben bereichern? Das ist mir etwas zu dünn. Und das, was hier geplant ist, ist Wohnen auf der grünen Wiese – das lehne ich ab. Mit so etwas sollten wir langsam aufhören.“ Auch Thomas Apitzsch (UWG) kritisierte: „Auf Dauer kann man das so eigentlich nicht mehr machen. Es reicht nicht aus, einen Klima-Manager zu haben, es wird auch schmerzhafte Entscheidungen geben.“ Damit spielte Apitzsch auf die Pläne der Gemeinde an, einen Klima-Manager einzustellen, der künftig die Klimaziele der Gemeinde verfolgt und Maßnahmen festlegt.

Knut Bekaan argumentierte: „Wenigstens haben wir hier nur eine Stelle und nicht viele. Ich befürchte nur, dass junge Jeddeloher abwandern werden, wenn wir nichts tun.“ Theodor Vehndel fügte hinzu: „Wir werden Flächen verbrauchen müssen.“ Rolf Kaptein (FDP) ergänzte: „Wir müssen Leuten in den Bauerschaften die Möglichkeit geben, da zu bauen, wo die Eltern wohnen. Wenn mal Wohnraummangel herrscht, dann wird’s teuer.“

Kleinere Wohnungen für Senioren und junge Leute?

Die Ausschuss-Vorsitzende Heidi Exner (CDU) schlug vor, vielleicht auch kleinere Wohnungen zu schaffen. „Es muss ja nicht gleich sozialer Wohnbau sein.“ Diesen nämlich hatte zuvor Michael Krause (Linke) erneut ins Spiel gebracht. Bevor es in die heiße Phase gehen könnte, soll es zunächst eine Bürgerinformation geben. „Eine frühzeitige Bürgerbeteiligung wäre der nächste Schritt“, erklärte Bürgermeisterin Petra Lausch. Bei einer Gegenstimme von Hergen Erhardt wurde der Beschlussvorlage zugestimmt.

Die Verwaltung soll nun entsprechende Vorentwürfe erarbeiten, die zur Vorbereitung der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung zur nächsten Sitzung des Bauausschusses zur Beratung vorgelegt werden sollen.

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Ingo Schmidt Redakteur / Redaktion Westerstede
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