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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Jeddeloh Station bei Nordkaptour

06.07.2013

Jeddeloh I Für den ungewöhnlichen Besuch war eigens geflaggt worden: Die österreichische Fahne wehte neben den Firmenfahnen der Baumschule Diderk Heinje an den Masten auf dem Firmengelände, als die Österreicher Franz Hörhager und seine Frau Maria sowie Thomas Kronbichler und seine Frau Manuela vorfuhren.

Das Quartett machte im Ammerland Zwischenstation von einer ungewöhnlichen Reise: Am 30. Mai waren die beiden Paare aus Ebbs in der Gemeinde Kufstein Richtung Nordkap gestartet: mit zwei Oldtimer-Traktoren, Franz Hörhagers Lanz, Baujahr 1959, mit 60 PS, und Thomas Kronbichlers Hanomag, Baujahr 1952, mit 45 PS. Beide Fahrzeuge zogen eine „kleine Wohnung“ hinter sich her: Hörhagers umgebauter Schäferwagen und Kronbichlers Wohnwagen. Auf der Rückfahrt vom Nordkap wurde Zwischenstation in Jeddeloh I gemacht: Franz Hörhager, der eine Gärtnerei betreibt, und Baumschulist Diderk Heinje pflegen schon seit vielen Jahren nicht nur geschäftliche, sondern auch freundschaftliche Kontakte. Und nicht nur das: der Jeddeloher ist Mitglied bei den „Ebbser Dieselrössern“, jenem Tractor-Oldtimer-Club, dem auch Hörhager und Kronbichler angehören. Außerdem fuhr der Ammerländer als Beifahrer mit, als sein Freund Hörhager im September 2008 bei der Traktor Oldtimer-Weltmeisterschaft auf dem Großglockner in der Traktorenklasse Baujahr 1933 bis 1944 auf einem Lanz Bullodg, Baujahr 1938, Weltmeister wurde.

Als der österreichische Freund jetzt jedoch auf der Rückfahrt vom Nordkap mit „Anhang“ in Jeddeloh I war, konnte Diderk Heinje ihn persönlich nicht empfangen: Er war in Kanada. Doch telefonisch kam der Kontakt mit dem österreichischen Freund in Jeddeloh I zustande.

Warum fährt man mit einem Traktor ans Nordkap? „Ich wollte einmal im Leben etwas Verrücktes tun“, schmunzelt Franz Hörhager und verweist darauf, dass ihm 2011 ein Oldtimer-Traktorenfreund aus dem südtirolerischen Meran von einem Bekannten erzählt habe, der mit seinem Traktor zum Nordkap gefahren war.

Das ließ Franz Hörhager nicht mehr los, der ebenfalls gern ’mal auf „große Fahrt“ gehen wollte. In seinem Traktorenfreund Thomas Kronbichler fand er jemanden, den er leicht überzeugen konnte, ihn zu begleiten. „Da wir allerdings beide nicht kochen können, haben wir unsere Frauen mitgenommen, die noch stärker dem Start entgegengefiebert haben wie Thomas und ich“ berichtet Hörhager.

Am 30. Mai ging es dann auf die rund 8000 Kilometer lange Strecke, die – auf Seitenstraßen über Deutschland, Tschechien, Polen, Litauen, Lettland, Estland, Finnland nach Norwegen und zum Nordkap führte. Von dort – in Nordnorwegen hatte das Team auch die einzige Panne und musste ein paar Tage auf ein Ersatzteil warten – ging es über Schweden und Dänemark wieder nach Deutschland. „Nächste Woche – am 11. Juli – wollen wir wieder zu Hause in Ebbs sein und dann müssen wir das Ganze erstmal für uns verarbeiten“, ergänzt Thomas Kronbichler.

Rund 200 bis 300 Kilometer haben die Vier täglich bei durchschnittlich 30 km/h Reisegeschwindigkeit absolviert. „Wir haben vieles gesehen und bei dieser Tour durch halb Europa die vielfältigsten Landschaften und viele nette und sehr hilfsbereite Menschen kennengelernt“, sagt Maria Hörhager. „Wir haben in den verschiedenen Ländern so vieles erlebt, jeder Tag war und ist wie ein neues, kleines Abenteuer und das macht die Reise so besonders“, sagt Manuela Kronbichler.


     www.dieselroesser.at 
Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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