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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Berufswelt: Jungen Menschen eine zweite Chance geben

12.01.2016

Apen Positive Erfahrungen hat die Firma Hoklartherm mit der Integration von gehandicapten und lernschwachen Jugendlichen gemacht. Das in Apen ansässige Unternehmen stellt Gewächshäuser, Wintergärten sowie Orangerien her und beschäftigt rund 100 Mitarbeiter. Das seit vielen Jahren andauernde Engagement für die inklusive Ausbildung wurde unlängst auch offiziell gewürdigt. Wie berichtet, gehörte die Firma zu den nominierten Unternehmen für den Niedersächsischen Wirtschaftspreis und erhielt Ende des Jahres bei einer Feierstunde in Hannover eine Urkunde.

Für andere Unternehmen könnte das ein Vorbild sein. So will Hoklartherm auf Einladung der Handwerkskammer oder auch vor Ort, wie bei einem Treffen des „Business Netzwerk Apen“, für die inklusive Ausbildung werben. „Wir wollen anderen Firmen nahe legen, den Mut zu haben, so etwas zu versuchen und jungen Menschen eine Chance zu geben. Es macht einfach Spaß, wenn man sieht, wie jemand eine Entwicklung durchmacht, die man ihm nicht zugetraut hätte“, erklärt Mitgeschäftsführer Werner Hollander.

„Die Motivation, einem jungen Menschen zu helfen, sollte jedoch im Vordergrund stehen und nicht die Frage, ob es Fördermittel gibt“, betont Hollander. Die Auszeichnung in Hannover sieht er als Bestätigung für die zurückliegende Arbeit.

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Auszubildender Fabian Schwarting war ursprünglich über das Leinerstift als Praktikant in die Firma gekommen. Schon bald zeigte der in der Schule noch lern- und leistungsschwache Jugendliche, was in ihm steckt und nutzte die Chancen für eine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker (NWZ  berichtete).

Um den handwerklich begabten Jugendlichen aber überhaupt erst ausbilden zu können, musste das Unternehmen eine Menge bürokratischer Hürden überwinden. Nach vielen Gesprächen mit der Agentur für Arbeit und der IHK fand sich schließlich eine Lösung: die „Begleitete betriebliche Ausbildung“, eine Maßnahme für schwer vermittelbare junge Menschen.

Der Einsatz hat sich gelohnt, wie Hollander findet: „Fabian verhält sich ganz vorbildlich, ist handwerklich geschickt und mit Begeisterung dabei.“ Auch in das Mitarbeiterteam sei der aufgeschlossene junge Mann gut integriert. Mit seinem Lebensweg und seinem Arbeitsalltag beschäftigt sich ein Dokumentarfilm, der im Zuge der Nominierung im Auftrag des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums gedreht wurde.

Das ist aber nicht die einzige Erfolgsstory im Hause Hoklartherm. Schon ein anderer ehemaliger Auszubildender habe sich vom lernschwachen Schüler, der keine Chance auf eine Ausbildung hatte, zum beliebten und kompetenten Mitarbeiter entwickelt, erzählt Hollander stolz. Heute betreibe dieser sogar eine eigene Firma.

Sich für solche Jugendliche einzusetzen, lohne sich, findet auch Personalleiterin Brigitte Meyer. „Wichtig ist aber, dass alle dahinterstehen, die gesamte Mannschaft.“ An dem erfolgreichen Konzept wolle die Firma auch in Zukunft festhalten.

Kerstin Schumann Redakteurin / Redaktion Westerstede
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