• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Wie Brachflächen zu Naturparadiesen werden

10.10.2018

Klein Scharrel Am Grünen Weg in Klein Scharrel wurde eine rund 4,5 Hektar große Brachfläche in eine blühende Wildpflanzenfläche verwandelt. Selbst jetzt noch im Oktober stehen viele Pflanzen wie Sonnenblumen, Kornblumen, Malven, aber auch Rüben in voller Blüte. Trotz des sehr trockenen Sommers fanden hier die Pflanzen im moorigen Untergrund Feuchtigkeit genug, um sich bestens entwickeln zu können.

Dass die Brachfläche des Landwirtes Werner Cordes für ein Jahr zum besonderen Lebensraum für Insekten und Niederwild wird, ist der Jagdgemeinschaft Friedrichsfehn/Klein Scharrel um Daniel Bernett, Harald Würdemann und Andre Meyer zu verdanken. Das Gelände gehört mit zu der Jagdpacht der drei und sollte insgesamt drei Jahre brach liegen, bevor es wieder landwirtschaftlich genutzt wird. „Wir haben vorgeschlagen, hier Wildpflanzen auszusäen. Landwirt Werner Cordes war damit sofort einverstanden und hat elbst den Boden noch einmal durchgepflügt, so dass wir im Mai aussäen konnten“, so Andre Meyer.

„Durch die intensivere Landwirtschaft gibt es immer weniger Bereiche, wo sich Insekten und Niederwild wohlfühlen. Mit der Ansaat von Wildpflanzen und Blühsaat können wir etwas dagegen tun“, erklärte Harald Würdemann. Den Samen erhielt die Jagdgemeinschaft über den Hegering Edewecht, der das Projekt seit gut fünf Jahren intensiv betreibt. „2018 haben wir für 2 300 Euro Samen zur Verfügung gestellt“, erläutert Edewechts Hegeringleiter Dr. Hans Fittje. Damit konnte eine Fläche von über 40 Hektar bepflanzt werden.

Dass solch’ große Flächen wie jetzt am Grünen Weg genutzt werden können, ist selten. Meist sind es Ackerstreifen oder öffentliche Flächen, die für die Aussaat von ein- oder zweijährigen Blühsamen genutzt werden.

„Insgesamt ist die Nachfrage nach Wildblumensamen, den wir kostenlos abgeben, sehr groß“, so Fittje. Andre Meyer, der sich mit Daniel Bernett und Harald Würdemann bereits seit Jahren um solche Projekte kümmert, wünscht sich noch weitere Flächen. „Jede Anpflanzung hilft, um gerade Insekten und auch das Niederwild zu unterstützen. Es darf nicht vergessen werden, dass sich ein junger Fasan auch mit Insekten ernährt.“ Dass damit ebenfalls der Vogelwelt, aber auch der Pflanzenvielfalt geholfen wird, seien weitere Aspekte.

Interessierte können sich unter Telefon   0 44 05/88 27 oder „hfittje@t-online.de“ melden.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.