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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Konzept wichtiger als Gebot

27.05.2016

Bad Zwischenahn Er ist ein Wahrzeichen des Ortes: der 35 Meter hohe Wasserturm am Dränkweg. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wird nach Inbetriebnahme eines Druckausgleichbehälters am Wasserwerk seit ein paar Jahren zwar nicht mehr für seinen eigentlichen Zweck genutzt. Als Aussichtsplattform mit Blick über das Ammerland hinaus ist er aber bei Einheimischen und Gästen beliebt. Und allein schon durch seine Höhe und seine schlichte Form prägt er das Ortsbild wesentlich mit.

Jetzt will sich die Gemeinde Bad Zwischenahn von diesem Bauwerk trennen. Auf ihrer Internetseite wird die „Veräußerung des Wasserturms in Bad Zwischenahn“ beworben. Ein Kaufpreis wird nicht genannt.

Wichtiger als dieser sei auch das Konzept, betont Lutz Schöbel, Leiter der Gemeindewerke für Wasser und Abwasser. Neben der Ankündigung des Verkaufs soll eine Inserierung auf einer speziellen Internetseite für Wassertürme folgen. „Wir erwarten neben einem Gebot vor allem auch ein vernünftiges Konzept.“ Voraussetzung für den Kauf sei nämlich, dass der „Wasserturm für die Öffentlichkeit erhalten bleibt“. Wie genau das aussehen soll, sei völlig offen. Aufgrund der Vorgaben der Denkmalschutzbehörde komme nur eine gewerbliche Nutzung oder eine solche durch gemeinnützige Einrichtungen in Frage. Eine Wohnnutzung ist ausgeschlossen. In Abhängigkeit vom Konzept könne eventuell auch ein Baurecht für das rund 3000 Quadratmeter große Grundstück, das im Bebauungsplan als Grünfläche/Parkanlage festgesetzt ist, am Dränkweg in Aussicht gestellt werden, so Schöbel. Denkbar wäre dies etwa für ein Café direkt am Wasserturm. „Investoren, die es rein auf das Grundstück abgesehen haben, kommen nicht in Frage.“ Einer Erweiterung müsse die Denkmalschutzbehörde allerdings zustimmen. Darüber hinaus sei eine Änderung des momentan gültigen Bebauungsplans durch den Gemeinderat erforderlich.

Nach seiner Inbetriebnahme im Jahr 1938 diente der Turm über Jahrzehnte hinweg der Wasserversorgung des Ortes. Nach seiner Außerdienststellung wurden seine Räume als Büroflächen genutzt.

Dass eine Sanierung des Wasserturms möglich ist, hatte ein Gutachten ergeben. Die Kosten hängen allerdings von der künftigen Nutzung ab. Auch eine Entnahme des neun Meter hohen und 210 Kubikmeter Wasser fassenden Hochbehälters ist statisch möglich. Eine Entnahme wird vom Gutachter allerdings durch die Decke empfohlen. Viel Arbeit und einiges an Investitionen dürften also auf den Käufer warten.

Markus Minten
Redaktionsleitung Brake
Redaktion Brake
Tel:
04401 9988 2301

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Wasserwerk | Denkmalschutzbehörde

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