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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Freiluftaltar: Lebendige Geschichte am Burgplatz

18.10.2013
NWZonline.de NWZonline 2015-07-22T16:00:12Z 280 158

Freiluftaltar:
Lebendige Geschichte am Burgplatz

Mansie Wer am Burgplatz Mansingen vorbeikommt, der ahnt nicht, wie bedeutend dieser Adelssitz im Mittelalter einmal war. An die frühere Hügelburg und spätere, von Wasser umgebene Gräftenburg erinnern nur noch ein kleiner Hügel und eine Informationstafel. Zurzeit wird an dieser Stelle, die nur über einen Wander- und Radweg erreicht werden kann, kräftig gearbeitet. Vorbereitet wird ein Kunstwerk, das mit historischen Elementen auch an die Vergangenheit anknüpft. Ein „ökumenischer Freialtar mit Stele der Erinnerung“ wird an diesem Sonnabend, 19. Oktober, feierlich eingeweiht. Der Kunstpfad Ammerland hat das Projekt in die Reihe „Vergessene Orte“ aufgenommen.

Im Zentrum des Kunstwerks steht eine historische Altarplatte aus der Westersteder St.-Petri-Kirche. „Für sie gab es nach der jüngsten Renovierung der Kirche 1994 keine Verwendung mehr. Als damalige Vorsitzende der Vortragsvereinigung wurde ich gefragt, ob wir sie gebrauchen könnten“, schildert Initiatorin Inge Posega die Hintergründe. In den Jahren, in der die Platte im Bauhof lagerte, reifte dann die Idee, in welcher Form das ungewöhnliche Geschenk eine würdige Verwendung finden könnte. Mit den beiden Westersteder Künstlern Norbert Marten und Christel Mandos-Feldmann wurde das Projekt schließlich realisiert.

Einen Altar in den Mittelpunkt zu rücken, habe nahe gelegen. Gerade im Mittelalter seien die Menschen tief religiös und besorgt um ihr Seelenheil gewesen, erläutern die Künstler ihr Konzept. So existiert eine Urkunde von 1339, nach der die Adelsfamilie zu Ehren des Heiligen Laurentius einen Altar in der Kirche zu Apen stiftete.

Mit Augenmaß wurde die Platte jetzt zentimetergenau auf einen Sockel aus neuem Sandstein gehievt. Aussparungen stehen für Teile der Geschichte, die in die Zukunft mitgenommen werden. Gleich nebendran stützen sie wiederum eine Glasplatte, die für die Gegenwart steht. Die Stützen ragen hier etwas über die Platte hinaus und weisen so auf die Zukunft hin.

Auch eine Sage schlägt sich im Kunstobjekt nieder. Danach sollen Schätze der Mansinger in der Tiefe des Burgplatzes vergraben sein. Daran soll Bronzegeschirr erinnern, das auf dem Freialtar befestigt wird.

Zur Eröffnung an diesem Sonnabend, 19. Oktober, 11 Uhr, hoffen die Veranstalter auf viele Besucher. Joachim Kusber vom Kunstpfad Ammerland wird die Begrüßung halten. In das Thema führt Ingeborg Posega ein. Grußworte sprechen Landrat Jörg Bensberg und Bürgermeister Klaus Groß. Zudem ist eine ökumenische Andacht geplant. Die musikalische Begleitung übernehmen die Ammerländer Jagdhornbläser.

Die Veranstalter weisen darauf hin, dass die Besucher möglichst mit dem Fahrrad kommen sollten. Der Platz kann über einen Fuß- und Radweg erreicht werden, der von der Westersteder Straße zwischen Fikensolt und Mansie abzweigt.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/ammerland