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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Raumordnungsprogramm: Lebhafter Austausch von Argumenten

26.02.2015

Edewecht Die Zeichen stehen auf Annäherung. Hans-Joachim Janßen, Landtagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen und Sprecher für Agrarpolitik, Naturschutz und Wasserwirtschaft, ist auf Einladung seiner Parteifreunde nach Edewecht gekommen und diskutiert dort über die geplante Änderung des Landesraumordnungsprogramms (LROP). Mit am Tisch: Vertreter von Baumschulen, der Gemeinde, der Torf- und der Landwirtschaft. Ihr besonderes Interesse gilt dem LROP-Punkt „Torferhalt und Moorentwicklung“ (siehe Info-Kasten), durch den sie sich in ihrem unternehmerischen Handeln massiv beschnitten sehen.

Torfabbau: Pläne der Landesregierung

Ziel der rot-grünen Landesregierung ist es, den Torfabbau aus Natur- und Klimaschutzgründen weitestgehend einzuschränken. Bestehende Abbaugenehmigungen sollen nicht verlängert werden.

Durch Vernässung der bisher bewirtschafteten Flächen sollen Artenvielfalt gefördert und umweltschädliches Kohlendioxid gebunden werden.

www.ml.niedersachsen.de

„Einige Formulierungen in der Begründung zum Landesraumordnungsprogramm wurden missverstanden und waren auch missverständlich“, sagt Janßen. Nach Auswertung aller Stellungnahmen zu den Plänen werde es zu einer überarbeiteten Fassung kommen. „Es gibt ein Konzept des Nabu und des Industrieverbandes Garten. Auf dieser Basis ist es sicherlich möglich, eine konstruktive Lösung zu finden.“ Janßen unterstreicht: „Wir müssen zu einem Auslaufen des Torfabbaus kommen. Dies ist aber vielleicht nicht in der gedachten Geschwindigkeit zu machen.“

Damit stößt er auf offene Ohren. Baumschulist Renke zur Mühlen: „Wir brauchen 20 bis 30 Jahre. Es hängt davon ab, inwieweit gute Ersatzstoffe für Torf gefunden werden.“ Weißtorf sei ein wichtiges Substrat, zu dem es bisher keine Alternative gebe. Auch Johann Brinkmann, Prokurist des Torfwerks Griendtsveen, wünscht sich mehr Zeit für die Neuorientierung. Horst Marohn, spezialisiert auf Heidekulturen, warnt: „Wenn hier kein Torf mehr abgebaut wird, müssen wir im Baltikum kaufen. Ökologisch und ökonomisch ist das überhaupt nicht sinnvoll.“

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Der Politiker, der fleißig notiert, was ihm gesagt wird, betont: „Torf ist ein endlicher Rohstoff. Es muss intensiv geforscht werden, um einen regenerierbaren Ersatz zu finden.“ Dafür stünden Gelder bereit.

Landwirt Andreas Wiese spricht einen anderen Aspekt an: „Beim Moorschutzprogramm können landwirtschaftliche Betriebe in der Nachbarschaft der geschützten Flächen nicht mehr wachsen“, befürchtet er. „Landwirtschaft kann weiter betrieben werden“, entgegnet Janßen. „Die Entwicklung der Betriebe muss möglich bleiben.“ Und zu Bürgermeisterin Petra Lausch und Bauamtsleiter Wilfried Kahlen sagt er: „Auch die örtliche Entwicklung muss möglich bleiben.“

Kerstin Buttkus Redakteurin / Redaktion Westerstede
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