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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Landwirtschaft zum Anfassen

18.06.2018

Lehmden /Mollberg Landwirtschaft zum Anfassen: Dieses Angebot nahmen am Sonntag Tausende Menschen an, die den Tag des offenen Hofes besuchten. Im Ammerland beteiligten sich zwei Betriebe an der Aktion, bei der Landvolk, Landfrauen und Landjugend über moderne Landwirtschaft informierten – der Milchviehbetrieb der Familie Stahmer in Lehmden und der Direktvermarktungsbetrieb Bümmerstede in Mollberg.

„Wir möchten allen ein realistisches Bild zeigen, wie wir in der Landwirtschaft arbeiten“, sagte Wilke Stahmer. Er und seine Familie beteiligten sich zum ersten Mal am Tag des offenen Hofes, der alle zwei Jahre stattfindet. Den Hof an der Lehmder Straße hatte er 2003 von seinem Vater übernommen. Landwirtschaft wird dort schon seit Generationen betrieben.

Hunderte Menschen zog es bereits bis zum Mittag auf das weitläufige Gelände des Milchviehbetriebes mit 120 Milchkühen und deren Nachzucht. Die Milch der Kühe, die tagsüber auf der Weide sind, wird von der Ammerländer Molkerei als Weidemilch vermarktet.

Sicherheit wichtig

Der Vorsitzende des Kreislandvolkverbandes Ammerland, Manfred Gerken, bedankte sich ausdrücklich bei Familie Stahmer, dass sie ihren Hof für Besucher öffnete. „Es ist nicht einfach und selbstverständlich, Betriebe zu finden, die mitmachen“, sagte er. Ein Grund dafür sei auch die „Biosicherheit“, sagte Gerken. An den Eingängen zum Hof lagen deshalb spezielle Matten, damit keine Krankheiten eingeschleppt werden. „Nutzen Sie die Gelegenheit, die Landwirtschaft kennenzulernen“, rief auch Torsten Wilters als stellvertretender Landrat die Besucher auf.

Bürgermeister Dieter von Essen berichtete, dass 70 Prozent der Rasteder Gemeindefläche, nämlich 8500 Hektar, landwirtschaftlich genutzt würden. Von den 7343 Arbeitsstellen in der Gemeinde seien aber nur 2,1 Prozent landwirtschaftliche Berufe. Dies sei der niedrigste Wert im Ammerland.

Maike Stahmer vom Familienbetrieb in Hahn-Lehmden sah den Tag des offenen Hofes deshalb auch als gute Möglichkeit, sich über Berufe in der Landwirtschaft zu informieren. „Viele junge Leute haben ja vielleicht noch gar nicht darüber nachgedacht, einen landwirtschaftlichen Beruf zu ergreifen“, sagte sie.

So gab es denn auch bei zahlreichen Unternehmen, Vereinen und Verbänden, die sich beim Tag des offenen Hofes präsentierten, viele Informationen über die grünen Berufe. Und es ging auch hier darum, aufzuklären – etwa über die Ausmaße der modernen Fahrzeuge.

Verständnis wecken

„Wir wollen Verständnis wecken“, sagte Hans-Hinrich Höpken vom Lohnunternehmen Höpken in Bekhausen. So gebe es heutzutage immer mehr Auflagen etwa was Abgas und Reinigungssysteme angehe. Die dafür erforderliche Technik müsse dann in den Fahrzeugen untergebracht werden. Auch sei ein gewisses Gewicht nötig, was aber dazu führe, dass die Fahrzeuge nicht mehr auf den Bermen fahren könnten.

Die jüngeren Besucher ansprechen wollte derweil das Umweltbildungszentrum Ammerland, das das Bildungsangebot Lernort Bauernhof vorstellte. „Wir zeigen hier, wie eine Kuh frisst“, sagte Ute Aderholz vom Umweltbildungszentrum. Da eine Kuh keine Schneidezähne hat, wickelt sie ihre Zunge um Grasbüschel und reißt sie dann ab. Mit Hilfe eines Seils veranschaulichte Ute Aderholz dies den Besuchern.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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