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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Tierschauverein Jaderberg: Lehmhus: „Wir müssen uns dem Zeitgeist anpassen“

03.01.2011

ROSENBERG Als Ide Mengers 1970 Vorsitzender des Tierschauvereins Jaderberg wurde, war Heiner Lehmhus noch gar nicht geboren. Mengers war damals 28 Jahre alt und hat vor kurzem nach 40 Jahren das Amt des Vorsitzenden in jüngere Hände gelegt – eben in jene von Heiner Lehmhus aus Rosenberg, der jetzt 29 Jahre alt ist. „Wenn du auch 40 Jahre im Amt bleibst, kannst du Jubiläum feiern“, scherzt Mengers. Dann besteht der Tierschauverein 200 Jahre.

Tierschau 2012

Doch so weit will der neue Vorsitzende Heiner Lehmhus nicht schauen. Dem jungen Vareler Landwirt geht es jetzt darum, innerhalb des 200 Mitglieder starken Vereins eine kleine engagierte Truppe um sich zu scharen, die die nächste Tierschau 2012 auf die Beine stellt. Sie findet alle drei Jahre statt. 2009 war sein Vater Heino Lehmhus maßgeblich an der Organisation beteiligt. Auch schon dessen Vater Heinrich war Mitglied im Vorstand des Vereins.

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Erste Erfahrungen mit der Organisation von Veranstaltungen konnte der neue Vorsitzende, der seit drei Jahren dem Vorstand des Tierschauvereins angehört, mit der Organisation von Ferienpass-Aktionen auf dem elterlichen Hof sammeln. Im vergangenen Sommer war es der „Tag des offenen Hofes“ für den Kreis Friesland, der bei Lehmhus in Rosenberg stattfand. „Da konnte ich Kontakte knüpfen, die für die Organisation einer Tierschau wichtig sind“, sagt Heiner Lehmhus. Für den Sommer 2011 organisiert er mit dem Kreislandvolkverband Friesland das Theater-Mitmach-Spektakel „Ein mörderisches Hochzeitsfest“ auf dem heimischen Hof. 2012 folgt die Tierschau in Jaderberg.

Dass der Tierschauverein nun einen Vorsitzenden aus Varel hat – Mengers wohnt in Jaderaußendeich – kommt nicht von ungefähr. Ein Drittel der Mitglieder stammt aus Friesland, die anderen aus der Wesermarsch und dem Ammerland sowie einige noch aus Oldenburg. Das Kerngebiet des Tierschauvereins liegt zwischen Zetel, Schweiburg und Wiefelstede. Bei der Gründung 1850 hieß er zunächst „Tierschauverein für den Kreis Neuenburg“.

Anfangs wechselten die Tierschauen von Ort zu Ort. Der Tiefpunkt war 1966 in Varel, erzählt Mengers. „In Varel war die Tierschau ein ungeliebtes Kind.“ Die Tierschau fand auf der Schützenwiese statt. Damals habe der Verein kurz vor der Auflösung gestanden. 1969 wurde ein Neuanfang auf dem Schützenplatz in Jaderberg gewagt. Vorsitzender war damals noch Gustav Carstens aus Seghorn, der Bürgermeister von Varel-Land. 1970 löste ihn ein Team um den neuen Vorsitzenden Ide Mengers ab. Er hatte bereits die Tierschau 1969 organisiert. Zum damaligen Vorstand gehörten auch Heinrich Lehmhus aus Rosenberg und Albert Börjes aus Altjührden. „Heute ist der Tierschauverein Jaderberg einer der führenden Tierschauvereine Norddeutschlands“, sagt Mengers mit Stolz.

Offen für neue Ideen

„Früher genügten ein paar Kühe und Pferde und die Leute kamen zur Tierschau“, weiß auch Heiner Lehmhus. „Das reicht schon lange nicht mehr aus.“ Deshalb habe sich die zweitägige Veranstaltung längst zu einer Tier- und Gewerbeschau entwickelt. Im Vorjahr waren erneuerbare Energien Hauptthema. „Wir müssen uns dem Zeitgeist anpassen“, meint Lehmhus. Neuen Ideen steht der Landwirt offen gegenüber.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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