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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Wie Büfa weiter wachsen will

15.05.2019

Liethe In die Erweiterung seines Standortes in Liethe hat das Chemieunternehmen Büfa in den vergangenen Jahren rund zwölf Millionen Euro gesteckt. Im neuen Logistikzentrum befindet sich ein Hochregallager, in einem kleinen Bereich fahren seit Anfang dieses Jahres zwei Stapler von A nach B, die ohne menschlichen Fahrer verkehren können.

Über das Chemieunternehmen Büfa

Die Oldenburger Büfa-Gruppe ist ein unabhängiges, mittelständisch geprägtes Unternehmen der Chemischen Industrie. Ihre Wurzeln hat sie im 1883 gegründeten Handel mit Farbhölzern, Ölen und Chemikalien.

Heute bietet Büfa in den drei Geschäftsfeldern Chemicals, Cleaning und Composites weltweit Produkte, Services und Dienstleistungen an. Zu den Kunden zählen u.a. Unternehmen der Lebensmittelverarbeitung, der Textil-, Industrie- und Fahrzeugreinigung, der Windenergie, der Schienen- und Nutzfahrzeugbranche sowie der Marinebereich.

Mit 549 Beschäftigten und 28 Azubis erzielte die Büfa-Gruppe im Jahr 2018 einen Umsatz von 219 Millionen Euro.

Infos unter www.buefa.de

„Fahrerloses Transportsystem“ nennt sich das, sagt Lothar Kempf, Geschäftsführer am Standort Liethe. Am Dienstag stellte Büfa dort die Geschäftszahlen für das Jahr 2018 vor und gab einen Ausblick auf aktuelle Projekte.

Beim Rundgang durch das neue Logistikzentrum gilt das Interesse den vollautomatisch fahrenden Staplern. Anhand eines Barcodes erkennen sie das auf Paletten verladene Produkt, das sie aufnehmen und zu einem Transportband bringen sollen. Dort wird es verpackt und im Hochregallager untergebracht beziehungsweise gleich für den Versand vorbereitet.

Noch verkehren die fahrerlosen Stapler nur auf einer kurzen Strecke. Ein Rundkurs, auf dem sie dann weitere Aufgaben übernehmen könnten, ist derzeit noch Zukunftsmusik, aber angedacht. Auch eine mögliche Erweiterung in Liethe sei denkbar, berichtet Kempf. Büfa habe einen bereits genehmigten Bauantrag, um den zuletzt entstandenen Neubau gespiegelt noch einmal zu errichten – in Richtung der Wilhelmshavener Straße. Noch sei aber unklar, ob das Unternehmen diese Option ziehen werde, sagt Kempf.

Rund 160 Mitarbeiter beschäftigt Büfa in Liethe, insgesamt sind es im Geschäftsfeld Composites (Verbundwerkstoffe) 208. Weitere Standorte befinden sich in Spanien, Polen und Estland. Der Umsatz der Sparte Composites stieg von 94,7 Millionen Euro in 2017 auf 97,9 Mio. Euro in 2018. Für 2019 peilt Büfa 102,4 Mio. Euro an.

Zu den Kunden des Geschäftsfeldes Composites gehören Unternehmen aus den Branchen Automobil, Windenergie, Schienen- und Nutzfahrzeuge, Bootsbau und Cruiser, Bauwesen, Sanitär, Schwimmbäder sowie Tanks und Rohre.

Als ein innovatives Neuprodukt stellt Kempf beim Pressetermin am Dienstag ein so genanntes Schaumharzsystem vor. Dieses könne etwa beim Bau der Front für einen Bus verwendet werden. Vorteile: kürzere Produktionszeit, Materialeinsparung, weniger Gewicht und integrierter Brandschutz. Durch die leichteren Bauteile könne mehr Gewicht geladen werden, zudem werde weniger CO2 emittiert, sagt Kempf.

Für eine weitere Neuheit wurde Büfa im vergangenen Jahr mit dem Innovationspreis der Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe ausgezeichnet. Das Unternehmen hatte eine einzigartige Werkzeugbeschichtung mit ableitfähigen Eigenschaften entwickelt. Der Vorsitzende Geschäftsführer der Büfa Holding, Felix Thalmann, erklärt dazu: „Normalerweise sind Kunststoffe nicht leitfähig und brennen. Wir haben Kunststoffe entwickelt, die leitfähig sind und nicht brennen.“

Neu gegründet hat Büfa in diesem Jahr das Unternehmen Thermoplastic Composites. Geschäftsführer ist Dirk Punke, der zuvor in Liethe den Standort leitete. In dem neuen Geschäftsfeld erwarte Büfa in den kommenden Jahren ein „sehr hohes Marktwachstum“, sagt Punke.

Im Mittelpunkt steht vorerst der Vertrieb von Rohstoffen und verarbeiteten Rohstoffen (Halbzeugen), mit denen Bauteile aus lang- und endlosfaserverstärkten Thermoplasten hergestellt werden können, etwa für die Automobilbranche. Der Schwerpunkt liege dabei auf Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen.

Ob Büfa auch selbst in die Fertigung einsteigt, werde sich zeigen müssen, sagt Punke. Theoretisch könne man auch alles selber machen, das entsprechende Investitionsvolumen und den erforderlichen Platz vorausgesetzt. Partner sind bisher Cordenka, die auf natürlicher Cellulose basierende Fasern herstellen, und SKYi Composites aus Indien, die langfaserverstärkte Thermoplasten produzieren. Eine „konkrete Perspektive“ sei zudem eine Partnerschaft im Bereich 3D-Drucker, kündigt Thalmann weitere Entwicklungen an.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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