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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Telekommunikation: Funkloch funkt Mediziner dazwischen

19.07.2018

Lindernerfeld Das alte Bauernhaus ist traumhaft saniert. Durch die großen Fenster geht der freie Blick in die Natur. Straßenlärm gibt es hier nicht. Absolute Ruhe. Nur ab und an zwitschert ein Vogel oder man hört in der Ferne einen Traktor. Ja, die Idylle in dem zu Westerstede gehörenden Weiler Lindernerfeld könnte perfekt sein. Zumal man in wenigen Minuten im Zentrum der Kreisstadt oder am Bahnhof Ocholt ist.

Gründe genug für Dr. Karl-Heinz Uteßer und seine Frau, sich an diesem schönen Fleck niederzulassen. Doch das Paradies hat einen Haken, es liegt in einer digitalen Wüste.

Uteßer hat lange als Arzt in Oldenburg praktiziert. Seine Praxis hatte er schon vor vielen Jahren komplett digitalisiert. „Ich habe ein Faible für Technik“, sagt er. Vor drei Jahren ging er dann in Ruhestand, macht aber noch Urlaubsvertretungen, ist an der European Medical School aktiv und kümmert sich zweimal pro Woche für das Land um die medizinische Versorgung von Flüchtlingen.

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Doch mit dem Umzug nach Lindernerfeld war es plötzlich mit der Erreichbarkeit vorbei. „Die Telekom hat mir letztes Jahr noch einen Hybrid-Anschluss verkauft“, sagt er. Da im Boden uralte Kupferleitungen liegen, ist das Internet extrem langsam. Zusätzlich wird es bei der Hybrid-Lösung aber über das Mobilfunknetz verstärkt.

Das klingt theoretisch gut, praktisch funktioniert es aber nicht wie gewünscht. Wenn das Wetter schlecht ist und abends viele Menschen mobil ins Internet gehen, dann kommen bei mir gerade mal drei M/Bit an“, sagt Uteßer. Ein Landzeit-EKG lässt sich da nicht ansatzweise empfangen. Eine Arbeit im Home-Office ist undenkbar.

Telefonieren mit dem Handy ist auch Glückssache. Wir haben bei unserem Besuch erst zwei Balken im E-Netz, dann wieder keinen.

Dabei geht es Uteßer keineswegs ums Geld. Er hätte sich auch eine externe Verstärker-Antenne aufgebaut. Doch das Problem wäre geblieben.

Anrufe bei der Telekom verliefen unerfreulich. „Die verweisen darauf, dass sie sich im Bereich der versprochenen Bandbreite befinden“. Uteßer allerdings meint, dass man das Problem mit einer Verstärkung des mobilen LTE-Netzes zwischen Westerstede und Ocholt in den Griff bekommen könnte. Zumal es ja nicht nur um ihn geht, sondern auch um die Nachbarn und die Menschen, die mit ihren Autos in diesem Bereich unterwegs sind.

Sein Haus hat der Arzt voll digitalisiert. Selbst der Rasenmäher kann über das Handy gesteuert werden. „Fiete“ heißt das grüne High-Tech-Teil nach seinem Enkelsohn. Dummerweise empfängt „Fiete“ selbst dann keine Daten, wenn man direkt neben der Ladestation steht. „Kein Empfang“, zeigt das Display.

Bis Ende 2019 haben die Netzbetreiber Zeit, das LTE-Netz (weitgehend) flächendeckend auszubauen. Uteßer hofft, dass sein kleines Paradies dann nicht mehr in der digitalen Wüste liegen wird. Aber versprechen kann ihm das niemand...

Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede
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