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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Mais bisher so       mickrig wie selten

11.07.2013

Wiefelstede /Wemkendorf „Im Wachstum ist der Mais drei Wochen hinterher“, schätzt Wilfried Reins. Der Landwirt aus Wemkendorf hat auf 15 Hektar Mais angepflanzt, als Futter für seine Tiere. Dass die Pflanzen im Juli noch so niedrig sind wie in diesem Jahr, das habe er noch nicht erlebt. „Eigentlich beginnen die Mitte Juli mit dem Fahnenschieben“, sagt Reins. Er meint die pinselartigen, braunen Auswüchse, die der Mais an der Spitze bekommt, wenn die Pflanzen ihre maximale Länge erreicht haben. In diesem Jahr scheint das noch weit entfernt. Fünfzig Zentimeter bis maximal ein Meter, höher sind die Pflanzen bisher noch nicht. Und schuld sind nicht allein die Temperaturen, sagt Wilfried Reins.

„Die Durchschnittstemperaturen waren gar nicht so tief, das Problem ist heftiger Starkregen.“ Denn vor allem lehmige Böden, die viel Wasser speichern, sind noch lange nach starken Regenschauern kalt und feucht. Darin wächst der Mais nur langsam. In eher sandigen Böden, die wenig Wasser speichern und sich schneller wieder aufheizen, leide das Wachstum der Pflanzen weniger. Das zeigt der Landwirt an zwei Maispflanzen, die er zur selben Zeit gesät hat, die aber in unterschiedlichen Böden wachsen – die eine ist nicht höher als 50 Zentimeter, die andere immerhin rund 80 Zentimeter.

„Die Niederschlagsverteilung war bisher nicht optimal“, sagt auch Thees Rewerts, Berater für Pflanzenbau und Pflanzenschutz bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Unabhängig von der Durchschnittstemperatur habe der Mais unter den Extremen gelitten – neben dem Starkregen auch so manche Nacht mit Temperaturen unter zehn Grad.

Doch Reins ist zuversichtlich. „An den warmen Tagen holt der Mais viel wieder auf“, sagt er. Trotzdem rechnet er mit einem Ertragsausfall von rund zehn Prozent. Auch, wenn das nicht gerade ein Grund zur Freude ist, können doch wenigstens die Radfahrer den Ausblick über die Felder in diesem Juli an vielen Stellen genießen, an denen der Mais zu dieser Jahreszeit sonst mannshoch steht.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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