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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Selbstständigkeit: Junges Paar will aufs richtige Pferd setzen

25.08.2018

Mansie Es war so etwas wie Liebe auf den ersten Blick, als Anna-Lena Wiedermann das Gebäude von 1908 mit dem dazugehörigen Land sah. Denn sie wusste sofort, hier in Mansie könnte sie ihren Traum von einem eigenen Pferdehof verwirklichen. „Ich hatte fast alles genau so vor Augen, wie es jetzt ist“, sagt sie heute nach rund einem Jahr Umbau und Renovierung. Ihr Mann Hauke, unterstützt von Freunden, konnte vieles in Eigenarbeit erledigen, so dass am 9. September an der Westersteder Straße 65 die offizielle Eröffnung mit einem „Tag der offenen Tür“ gefeiert werden kann, bei der auch Führungen angeboten werden sollen.

Während überall noch gestrichen, gebaut und gewerkelt wird, geht es auch sonst auf dem Hof lebhaft zu. Dafür sorgen nicht nur die dreijährige Tochter Femke und die vier Monate alte Jantje, sondern auch Hund Pollux und zahlreiche Pferde, die hier bereits untergestellt wurden.

Pferde begleiten die gebürtige Ostfriesin Anna-Lena Wiedermann (35) schon ein Leben lang. Mit vier Jahren saß sie bereits auf einem Pferd, mit zehn hatte sie ein eigenes Pony. Ihr Hobby machte sie zum Beruf: Sie studierte Agrar- und Pferdewissenschaften und nahm zusätzlich ein wirtschaftlich orientiertes Fachstudium in den Niederlanden auf. Parallel arbeitete sie als Reitlehrerin. Ihr Mann Hauke (34) stammt aus Oldenburg und hat eigentlich Forstwirtschaft studiert. Für das Großprojekt Pferdehof kommt ihm sein handwerkliches Geschick zugute. „Hier steckt viel Herzblut drin“, sagt er und erzählt von den langwierigen Umbauarbeiten. Er reite zwar nicht, gehe aber gerne mit den Tieren um.

Auf dem Hof hat das Paar ein besonderes Konzept mit naturorientierter Haltung verwirklicht, das es so in der Region kaum zu finden gibt. „Pferde sind Herden- und Bewegungstiere und Dauerfresser“, erklärt Anna-Lena. Daher stünden sie bei ihr nicht in Boxen, sondern würden in einem sogenannten Paddock Paradise gehalten. Darunter versteht man einen Rundkurs, der am Rand einer Weidefläche entlangführt. Eine Strohraufe, eine Fresshecke, ein Mineralleckstein, ein Hügel und ein überdachter Liegebereich sind unter anderem Teil des Pfades. Jedes Tier kann selbst entscheiden, wann es galoppieren, liegen oder fressen möchte. Das Konzept kommt sichtlich an, denn die ersten Pferdebesitzer haben für ihre Tiere schon Plätze gebucht und nehmen dafür teilweise weite Anfahrten in Kauf. Die bunt zusammengewürfelte Herde besteht aus vielen verschiedenen Rassen.

Viele Ideen möchte das Paar noch verwirklichen, darunter eine überdachte Bewegungshalle. Auch ein Angebot an Seminaren und Lehrgängen soll es geben, sowohl eigene als auch über den Verein Xenophon, der sich dem Erhalt der klassischen Reitkultur und der pferdegerechten Ausbildung verschrieben hat. Mir ist es wichtig, Wissen weiterzugeben“, sagt die Pferdeexpertin.

Bereut haben die Neuammerländer den Schritt in die Selbstständigkeit nicht. Mithilfe eines Business-Plans soll sich die Investition auch langfristig rechnen. Zwei Angestellte sind bereits dazugekommen.

Und auch privat ist die junge Familie schon gut integriert. „Die Westersteder sind nett, und wir haben eine tolle Nachbarschaft“, freut sich das Ehepaar.

Kerstin Schumann Redakteurin / Redaktion Westerstede
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