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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Der Lohn für viele schlaflose Nächte

31.08.2017

Metjendorf /Hude Viel Mut und noch mehr schlaflose Nächte hat es die Familie Plömacher gekostet, an ihrem zweiten Standort in der Gemeinde Hude insgesamt 3,8 Millionen Euro in den Bau zweier neuer Hallen zu investieren, sagte Geschäftsführerin Anja Plömacher. Der Mut hat sich gelohnt: 770 000 Euro bekommt das Entsorgungs-Unternehmen mit Sitz in Metjendorf vom Land Niedersachsen.

Eben diesen Mut lobte Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD), als er jetzt persönlich den Förderbescheid am neuen Unternehmensstandort an der Holler Landstraße in Hude vorbeibrachte. „Eine solche Investition ist ein Riesen-Signal für die Region“, sagte Lies. „Der neue Standort in Hude ist direkt an die Autobahn angeschlossen. Das erhöht die Reichweite für das Unternehmen und schafft so neue Arbeitsplätze in der Region.“

Froh und erleichtert zeigten sich Anja und Peter Plömacher: „Das war für uns ein Riesenschritt. Bisher sind wir immer langsam gewachsen“, sagte Anja Plömacher. Doch am alten Standort in Metjendorf war einfach zu wenig Platz für das Unternehmen.

Der Dank der Plömachers galt auch ihren Mitarbeitern, die natürlich bei der Feierstunde dabei waren: „Ohne euch würden wir hier nicht stehen“, dankte Peter Plömacher seinen Mitarbeitern für den „Zusammenhalt unserer Mannschaft“.

Gefördert wird am Huder Standort der Bau von zwei neuen Lagerhallen. Außerdem soll der Maschinenpark des Unternehmens erweitert und eine eigene Dieseltankstelle auf dem neuen Gelände errichtet werden. Dieses umfasst insgesamt 17 000 Quadratmeter; die Hallen nehmen jeweils 1800 Quadratmeter Fläche ein. Die Hallen befinden sich derzeit im Bau und sollen baldmöglichst fertiggestellt werden. „Wunschtermin ist der 1. Oktober, es kann aber auch der 1. November werden“, sagte Jorina Plömacher, die genau wie ihr Bruder Justin in dem Familienunternehmen tätig ist.

Gegründet wurde der Entsorgungsbetrieb Plömacher vor 37 Jahren von den Eltern von Peter Plömacher, seit 2005 leitet er gemeinsam mit seiner Frau Anja das Unternehmen. Durch die Investition in Hude sind sechs zusätzliche Arbeitsplätze entstanden: Das Unternehmen hat damit derzeit 40 Mitarbeiter.

Während für das Unternehmen in Hude einiges in Bewegung ist, kommt der Entsorgungsbetrieb am Stammsitz in Metjendorf nach dem Brand in der Silvesternacht 2016/17 noch nicht so recht weiter. Das vom Feuer stark beschädigte Verwaltungsgebäude mit angrenzender Halle für Metalle und Ersatzteile sowie einer oben liegenden Wohnung ist bislang weder abgerissen noch saniert. „Unsere Versicherung wartet auf den Gutachter, wir warten auf die Versicherung“, machte Geschäftsführerin Anja Plömacher in dieser Woche in Metjendorf deutlich, dass eine Entscheidung über Abriss oder Sanierung immer noch nicht gefallen ist.

Auch wenn ein Bürocontainer auf dem Firmengelände vorhanden sei: Ein Großteil der Büroarbeit werde derzeit im Privathaus erledigt, erklärte Anja Plömacher und ergänzt: „Privatsphäre ist derzeit ein Luxus, den sich die Familie so nicht leisten kann.“ Auch der 76-jährige Mieter der geschädigten Wohnung, der seit mittlerweile 37 Jahren dort gewohnt hat, musste nun erst einmal ausziehen. Auch er ist in der Firma noch beschäftigt.

Die Arbeit aber geht weiter in Metjendorf, sagen Anja und Peter Plömacher. Und auch die Aufräumarbeiten sind derzeit noch nicht abgeschlossen. Für die Familie jedoch ist klar: „Das Unternehmen bleibt am Standort.“

Greta Block Volontärin / NWZ-Redaktion
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