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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Milchbauern gehen erneut auf die Straße

06.10.2016

Edewecht Seit über zwei Jahren stecken die Milchbauern in einer Krise. Preise von zum Teil unter 20 Cent pro Liter zahlen die Molkereien den Milchbauern, obwohl diese mindesten 40 Cent erhalten müssten, um keine Verluste zu erleiden. Das führte dazu, dass einige Landwirte, die sich auf Milchwirtschaft konzentriert hatten, ihren Hof aufgeben mussten. Jetzt stehen neue Kontraktverhandlungen der Molkereien mit dem Lebensmittelhandel an. Um ihrer Forderung nach höheren Milchpreisen Ausdruck zu verleihen, überreichten Milchbauern am Dienstagabend eine Resolution an das Deutsche Milchkontor (DMK) in Edewecht.

Fast 40 betroffene Landwirte aus dem Nordwesten, zum Teil mit ihren Traktoren vorgefahren, folgten dem Aufruf des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM), der für Dienstag zu einem Aktionstag bei den Molkereien aufgerufen hatte. Aufgrund der sich langsam verändernden Situation, bedingt durch Hofschließungen und einem europaweiten Hilfsprogramm für Milchbauern ist die Milchproduktion rückläufig, hoffen die Milchbauern endlich wieder auf höhere Preise.

Um den Molkereien noch einmal den Ernst der Situation zu verdeutlichen, wurde die Resolution mit der Forderung nach höheren Preisen von Ottmar Ilchmann, Vorsitzender des BDM im Kreis Leer, an Reiner Lübben, Vorstandsmitglied des DMK, überreicht. Lübben, selbst Milchbauer, stellte sich an diesem Abend den Anmerkungen und Anregungen der betroffenen Landwirte, die ihre Anliegen zum Teil sehr emotional vortrugen. So wurde das DMK aufgefordert, bei den anstehenden Gesprächen mit dem Einzelhandel die Verantwortung für die Milchbauern nicht zu vergessen. Das DMK ist eine Genossenschaftsmolkerei und hat daher die Interessen der Landwirte zu vertreten.

„Die Botschaft ist angekommen“, machte Reiner Lübben deutlich, dass ihm der Ernst der Lage für die Milchbauern sehr wohl bewusst ist. Ob das DMK als größte deutsche Molkerei den Wünschen und Forderungen seiner Mitglieder nachkommen kann, wurde von den teilnehmenden Landwirten an dieser Aktion unterschiedlich bewertet.

Während einige einen kleinen Hoffnungsschimmer ausmachen konnten, glauben andere, dass das Gespräch nichts an deren Situation ändern wird. Für Johanna Böse-Hartje, niedersächsische Landesvorsitzende des BDM, war es bereits ein Fortschritt, dass „heute zum ersten Mal vernünftig miteinander geredet wurde“.

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