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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Millionenhilfe nur ein Anfang

31.05.2016

Wahnbek Mindestens 100 Millionen Euro Soforthilfe sollen deutsche Milchbauern angesichts drastisch gesunkener Preise erhalten. Dieses Ergebnis eines „Milchgipfels“ am Montag in Berlin erreichte Landwirt Gerold Harms am Nachmittag, als gerade CDU-Landtagsabgeordneter Björn Thümler und Mitglieder der CDU-Ratsfraktion zu Besuch auf dem Bauernhof in Wahnbek zu Gast waren.

Harms (400 Milchkühe) wie auch Berufskollege Dieter Ahlers aus Neusüdende (74 Kühe) sahen in der Soforthilfe zwar einen Anfang. „Retten wird uns das aber nicht“, sagte Harms. Der 57-Jährige sieht die Europäische Union in der Pflicht. „Es muss aus Brüssel was kommen.“ Zudem müsse Russland den Markt wieder öffnen. Ahlers fragte derweil angesichts zu strenger Vorschriften in Deutschland: „Wir müssen zu Weltmarktpreisen produzieren, warum gelten dann nicht auch für deutsche Bauern Weltmarktauflagen?“

80 Prozent seiner Einnahmen generiert Harms über die Milch. „Deshalb sind wir sehr abhängig vom Preis“, sagte er und rechnete vor: „Ein Cent mehr bedeutet für uns 35 000 Euro im Jahr.“ 3,5 Millionen Liter Milch produzieren seine Kühe in Wahnbek jährlich.

22 Cent wird er im kommenden Monat pro Liter erhalten. Um liquide zu bleiben, müssten es 32 bis 33 Cent sein. „Damit gehöre ich noch zur besseren Hälfte“, berichtete er. Meist wird ein Wert von 35 Cent genannt.

Schon im vergangenen Jahr hätten ihm rund 200 000 Euro Kapital gefehlt. Dieses Jahr würden es 300 000 bis 350 000 Euro sein, „die wir versuchen, von den Banken zu bekommen“, so der Landwirt. Er versuche deshalb, die Kosten zu reduzieren und verzichtet auf Investitionen.

Thümler sprach sich für ein landeseigenes Bürgschaftsprogramm aus, um Betrieben zu helfen, das Preistief zu stemmen. Außerdem müssten neue Absatzmärkte erschlossen werden. Ein Landes-Exportförderprogramm könnte dabei Zugangsschwellen senken. Der Abgeordnete befürwortete ferner die Gründung einer Vermarktungsplattform, die es Landwirten und Molkereien ermöglichen soll, der Marktmacht des Einzelhandels etwas entgegenzusetzen.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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