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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Mit Aktionen und Beratung punkten

28.03.2014
Frage: Sie führen ein alteingesessenes Familienunternehmen, das 1931 in Westerstede gegründet wurde. Wie schaffen Sie es, sich so lange am Markt zu halten?
Arndt Henken: Da zählen das Ambiente, ein attraktives Warenangebot und freundliche Mitarbeiter. Wir wollen ein Sortiment für die gesamte Familie vorhalten. Unsere große Kinderbekleidungsabteilung hat sich da genauso bewährt wie die Idee, vor rund zweieinhalb Jahren mit dem „Waschsalon“ ein eigenes Geschäft für junge Leute zu eröffnen, das etwas „cooler“ daherkommt.
Frage: Ist denn der Online-Handel eine merkliche Konkurrenz für Sie?
Arndt Henken: Ganz klar ja. Davon betroffen sind viele Branchen. Im Einzelhandel können wir aber mit Beratung und Freundlichkeit punkten. Ware anzufassen und anzuprobieren, ist außerdem immer noch etwas anderes, als sie nur virtuell wahrzunehmen. Trotzdem gibt es hin und wieder auch „Beratungsdiebstahl“, also jemanden, der sich beraten lässt und hinterher doch im Internet bestellt.
Frage: Haben Sie versucht, selbst in den Online-Handel einzusteigen?
Arndt Henken: Ja. Das haben wir aber wieder aufgegeben. Es ist „nebenbei“ einfach zu zeitintensiv.
Frage: Welche Strategien haben Sie denn als Wirtschaftsforum entwickelt, um Kunden zu gewinnen?
Arndt Henken: Mit verkaufsoffenen Sonntagen und anderen Aktionen, wie beispielsweise an diesem Sonntag beim Autofrühling, kann sich der Einzelhandel gut präsentieren. Viele wissen gar nicht, welches Warenangebot es hier gibt. Nach solchen Aktionstagen ist die Resonanz immer sehr positiv, und es kommen auch Kunden von weiter her.
Frage: Welche Herausforderungen birgt die Zukunft für den Einzelhandel?
Arndt Henken: Wir werden uns dem demografischen Wandel stellen müssen und uns verstärkt auf ältere Kunden einstellen. Das gilt nicht nur für das Sortiment, sondern auch für die Gestaltung der Räumlichkeiten.
Frage: Glauben Sie, dass die Bedeutung des Online-Marktes noch weiter wächst, so dass die Geschäfte vor Ort bedroht sind?
Arndt Henken: Ich glaube schon, dass es immer Kunden geben wird, die lieber durch Geschäfte bummeln, als online zu bestellen. Außerdem muss man sich vor Augen halten, dass der Einkauf vor Ort Arbeits-, Ausbildungs- und Praktikumsplätze sichert und über die Gewerbesteuer wieder den Bürgern zugute kommt – und damit allen.
Kerstin Schumann
Redakteurin
Redaktion Westerstede
Tel:
04488 9988 2604

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