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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Blumenprojekt zeigt Erfolge

21.06.2019

Mollberg Wildblumen fast soweit das Auge reicht. Auf fast drei Hektar blüht es in diesen Tagen aber richtig. Und der Hegering Wiefelstede ist mächtig stolz auf das Projekt. Schließlich gibt es im Ammerland neben der Mollberger Blütenpracht nur eine weiteres Feld in dieser Größenordnung. Auf rund drei Hektar sind 25 verschiedene Wildblumen ausgesät worden. Darunter Beifuß, Sonnenblumen, Natternkopf Gelber Steinklee oder Weiße Lichtnelke. „Dieses Feld ist nicht nur etwas für die Insektenwelt, sondern auch Rückzugsort für unser Niederwild wie Fasane, Wachteln oder Hasen“, sagt Michael Sander, Vorsitzender des Wiefelsteder Hegerings, der das Projekt angeschoben hat. Man wolle mit dem Feld auch ein Zeichen gegen Mais-Monkulturen setzen.

Das Wildblumenfeld sei kein Selbstzweck. Ende August werde geerntet. Das heißt, die Blumen auf dem Feld werden mit einem speziellen Mähwerk gemäht und landen in einer Biogasanlage. Eine Spezialdrille war auch erforderlich, um den Acker im vergangenen Jahr einzusäen. „Wir sprechen bewusst von einer Kultur, die selbstverständlich nach dem Grundsatz der guten landwirtschaftlichen Praxis angebaut wird“, erklärt Sander. Das heißt auch, dass mit Gülle gedüngt wurde.

Durch die lange Blühperiode der verschiedenen Pflanzen ist eine Blütenpracht von Frühjahr bis in den Herbst sichergestellt, erläutert der Hegeringsleiter. Ein weiterer Vorteil: Aufgrund der Mehrjährigkeit der Wildblumen und ihrer tiefen Wurzeln können sie ganzjährig Nährstoffe wie Nitrat binden.

Was die Beteiligten des Projektes ärgert, ist die Tatsache, dass es für das Blumenfeld, so wie es bewirtschaftet wird, keine Förderung seitens der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU gibt. Wollten sie in die Förderung kommen, dürfte Bewirtschafter Dennis Schellstede nicht düngen und auch die Mahd nicht für die Biogasanlage nutzen. Zudem holt er bei der Verwertung in der Anlage weit weniger raus als produziere er Strom aus Mais. „Das müsste von der EU ausgeglichen werden“, fordert Sander. 

Jens Schopp Redakteur / Redaktion Rastede/Wiefelstede
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