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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

„Naturperle darf nicht geopfert werden“

06.05.2008

Betrifft: Wohnpark: Bürger laufen Sturm“, NWZ vom 28. März 2008:

Eigentlich müssten unsere Volksvertreter langsam begriffen haben, dass die allermeisten Bürger keine Bebauung am Steinwegsee wollen. Als Anrainer kann ich versichern, dass dort weder eine Vermüllung noch wildes Campen stattfinden. Wo hier tausende von Autos geparkt haben sollen, wie andere Anrainer behaupteten, kann ich nicht erkennen.

Frevel an der Natur zu begehen, in einem der dichtesten besiedelten Länder der Welt, ohne einen einzigen sinnvollen Grund dafür zu haben, hat nichts mehr mit engstirniger Provinzpolitik zu tun. Es ist einfach unverantwortlich, besonders auch unseren Kindern gegenüber. So viel Natur gibt es eben nicht!

Gleichwohl stehen mehrere Baugebiete in Friedrichsfehn zur Verfügung. Viel tut sich dort nicht. Und nun soll unsere einzige Naturperle einer waghalsigen Investition geopfert werden? An eine GmbH, die das gesamte Gebiet für 25 000 Euro gekauft hat (nicht für 125 000 Euro) und mit einer auf der Basis von 125 000 Euro gegründeten GmbH bebauen will?

Wer haftet, falls wirklich die nachgewiesenen Wasseraderverwerfungen aus der Steinzeit (Uni Braunschweig) im Untergrund Instabilität hervorrufen und dort Bauruinen hinterlassen? Die 125 000 Euro GmbH ist dann schnell wieder weg. Auf der Bauausschusssitzung am 15. Mai 2007 wurde von CDU, SPD, FDP und Grünen der Antrag zur Änderung des Flächennutzungsplanes durchgewunken mit der Begründung, dass – wenn jemand investiert hat – er dort auch bauen kann.

Am 31. Mai 2007 behauptete unsere Bürgermeisterin (NWZ vom 31. Mai 2007), man stünde ganz am Anfang des Verfahrens. Man würde etwa bis September/Oktober 2007 die Tierwelt erfassen müssen. „Vorgenommen werden müsse nunmehr eine Bewertung der Belange von Natur und Landschaft.“

Schaut man sich allerdings das faunistische Gutachten an, das daraufhin erstellt worden sein soll, fällt auf, dass mit den Beobachtungen bereits am 24. Februar 2007 begonnen worden war. Dazu kommt, dass die Gutachten auch noch von der Planungsgesellschaft erstellt wurden, die für den Investor arbeitet. Irgendetwas stimmt da doch nicht, oder?

Joachim Ebel

26188 Friedrichsfehn

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