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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Einblick ins moderne Hofleben

08.07.2019

Nethen Das Wohnzimmer der Familie Höpken ist an diesem Vormittag zweckentfremdet. Eine lange Tischreihe mit über 20 Sitzen wurde aufgebaut, um möglichst allen Gästen Platz bieten zu können. Da es doch nicht ganz ausreicht, wird die anliegende Küche dazu genommen. Alle vorher angemeldeten 28 Personen sind vor Ort, um ein reichhaltiges Frühstück zu genießen und sich gleichzeitig über moderne Landwirtschaft zu informieren.

„Frühstück sucht Gast“ heißt es am Sonntagvormittag auch im Milchkuhbetrieb der Gruebnau/Höpken GbR. Der landwirtschaftliche Betrieb in Nethen hat sich auf die Milchwirtschaft konzentriert, mit allen Vor- und Nachteilen. Kirsten Höpken, die Gastgeberin in Nethen, macht in ihren Ausführungen auf manche paradoxe Situationen aufmerksam. „Wenn eine Kuh erkrankt, können wir sie nicht einfach mit Medikamenten behandeln. Diese könnten in die Milch gelangen, die wir dann entsorgen müssten. Jeder Mensch, jeder Hund und jede Katze können bei Schmerzen vom Arzt behandelt werden. Kühe mit Medikamenten zu behandeln, ist schon fast verboten“, macht sie deutlich.

Mit der Veranstaltung, von den Kreisverbänden der Landfrauen im Ammerland, in Friesland/Wilhelmshaven und in der Wesermarsch sowie den Landvolkverbänden Ammerland, Friesland und Wesermarsch organisiert, soll die Öffentlichkeit sich nicht nur Eindrücke von der heutigen landwirtschaftlichen Arbeit machen können, sondern auch Vorurteile abbauen. „Wir möchten die moderne Landwirtschaft transparent machen und zeigen, wie es in einem Betrieb mit Milchkühen abläuft“, erklärt Kirsten Höpken. Ihr Hof ist an diesem Sonntag der einzige aus dem Ammerland, der sich an der Aktion beteiligt. Der Hof von Familie Meyer in Wiefelstede-Neuenkruge wird am kommenden Sonntag, den 14. Juli, ab 10 Uhr seine Türen öffnen.

Zu den Gästen zählt an diesem Vormittag auch Tamara Schaaf. Sie ist zusammen mit ihrer Tochter aus Wapeldorf gekommen, um dieses besondere Ambiente zu erleben. „Unser Kind soll schon früh lernen, woher das Fleisch und auch die Milch kommen. Die Idee, in Verbindung mit einem Frühstück die Arbeit vorzustellen, finde ich ganz toll.“ Dass sie in der Küche der Hausherrin sitzen kann, macht die ganze Veranstaltung besonders privat. „Dadurch erhalten wir auch gleich einen Eindruck, wie die Familie lebt. Ich glaube, das macht nicht jeder.“

An der anschließenden Hofführung ist Tamara Schaaf mit ihrer Tochter und den anderen Besuchern mit großem Interesse dabei. Was Kirsten Höpken am großen Frühstückstisch ausführte, kann jetzt in Augenschein genommen werden. Mit Interesse wird betrachtet, wie Jungkälber, jüngere Kühe, aber auch trächtige Tiere gehalten und ernährt werden. Nicht nur die Kinder finden die Begegnungen mit den Tieren aufregend, auch die großen Besucher haben viele Fragen, auf denen sie Antworten erhalten.

Tamara Schaaf zeigt sich sehr beeindruckt von dem, was sie zu sehen und zu hören bekommt. „Der Besuch hat sich in jedem Fall gelohnt. Es war die richtige Entscheidung, hierher zu kommen.“ Ob sich der Milchkuhbetrieb in Nethen an der alle zwei Jahre stattfindenden Besichtigung beim nächsten Mal beteiligen wird, weiß Kirsten Höpken noch nicht. „Es muss alles passen, dann würde ich das wieder gern machen.“

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