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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Paradies für Mensch und Tier

10.07.2018

Nethen In Jens Meinerts Garten brummt das Leben – emsig machen sich in der Mittagssonne pelzige Hummeln über die violetten Blüten des „Bienenfreunds“, auch Phacelia genannt, her. Bienen und Schwebfliegen sitzen auf der Ringelblume. Nahrung und Versteckmöglichkeiten für Tiere und Insekten gibt es in dem Garten viele. Vor ein paar Jahren hat Meinert das Grundstück erworben. „Ursprünglich war hier Wald und Wiese“, erklärt er und schaut über das langgezogene Gelände.

Arbeit in der Freizeit

In der hinteren Ecke hat er im Laufe der Zeit schon einen kleinen Gemüsegarten mit Blumenbeeten angelegt, ein paar Beerensträucher stehen zwischen Obstbäumen. Nun hat sich Jens Meinert aber Großes vorgenommen: Er möchte auf der ehemaligen Wiesenfläche einen Naturschaugarten aufbauen. Die baurechtlichen Verfahren laufen.

NaturGarten E.V.

Gegründet wurde der Verein NaturGarten 1990 von begeisterten Gartenbesitzern, Biologen, Gartengestaltern und Landschaftsarchitekten. Auch außerhalb Deutschlands ist das Netzwerk aktiv. Bundesweit hat der Verein über 2000 Mitglieder, darunter viele private Gartenbesitzer.

Ziele sind zum Beispiel, die einheimische Fauna und Flora zu bewahren oder den Naturschutz und die Landschaftspflege zu fördern.

Jens Meinert arbeitet eigentlich gar nicht im Garten-Bereich – sondern bei der DB-Netz AG. Die Zeit im Garten sei ein wunderbarer Ausgleich zum Job, sagt er. Seit einiger Zeit ist Meinert Mitglied im bundesweiten Verein „NaturGarten“. Dort bekommt er Kontakte, Fachwissen und Erfahrungsberichte. Dennoch: Seinen Naturschaugarten setzt er in Eigenregie um, die Arbeit am Projekt erfolgt in seiner Freizeit. Bei der Planung hat er freies Spiel. Und auch jede Menge Platz: rund 10 000 Quadratmeter.

Raum für Tierwelt

Linkerhand eines langen Feldwegs erstreckt sich das Gelände. Wenn die baurechtlichen Verfahren durch sind, sollen verschiedene Themenbereiche entstehen.

Im vorderen Bereich wird eine Totholzhecke aufgebaut. Außerdem sollen Stauden und eine Wildstrauchhecke wachsen. Dort können Vögel in Ruhe brüten. Bedienen dürfen sich die gefiederten „Mitbewohner“ auch an den Beeren. „Da lasse ich auch immer etwas für die Tiere übrig“, sagt Meinert und zeigt auf die Blaubeersträucher im hohen Gras.

Die bereits bestehenden Obstbäume sollen noch Gesellschaft bekommen – in der Mitte des Geländes soll eine Obstwiese mit alten Sorten entstehen. Ein Fachplaner des Vereins „NaturGarten“ unterstützt Jens Meinert.

Ungewöhnliches Projekt

Seit April ist die Regionalgruppe Weser-Ems des Vereins „NaturGarten“ aktiv. Im Rasteder Raum sei er aber der Einzige, erklärt Meinert. Beim Amt war man zunächst etwas verwundert. „Das baurechtliche Verfahren ist ungewöhnlich“, sagt Meinert und schmunzelt. Für seinen Plan „Zurück zur Natur“ gibt es eben kein Schema F.

Mit seinem Schaugarten möchte Jens Meinert in Zukunft anderen Interessierten eine Möglichkeit bieten, sich einen Naturgarten anzuschauen. Wer seinen Garten ebenfalls umgestalten möchte, soll sich hier Anregungen holen können.

Ein Naturgarten bietet für Tiere Rückzugsort und Nahrungsquelle zugleich. „Jeder kann einen kleinen Beitrag leisten“, sagt Jens Meinert. Mit seinem Mammut-Projekt hofft er, Ende Sommer 2019 fertig zu sein.

Tonia Hysky
Redakteurin
Online-Redaktion
Tel:
0441 9988 2154

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