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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Nicht ohne meinen Oldtimer-Trecker

09.08.2013

Husbäke Sein großer Wunsch war es, einmal die Nordsee zu sehen. Diesen Wunsch hat sich Dominik Kleger erfüllt. Der Schweizer verließ seinen Wohnort Niederhelfenschwil und machte sich auf die mehr als 1000 Kilometer lange Reise nach Norddeich. Nicht mit einem Auto, sondern mit dem Trecker, einem historischen noch dazu. „Mein Deutz F2L612/54 ist aus dem Baujahr 1956“, erzählt der 22-Jährige, der auf seiner Fahrt zurück in die Heimat Station in Husbäke macht.

Dort ist er bei Familie Harries untergekommen. „Der junge Mann stand plötzlich vor unserer Tür“, sagt Peter Harries, ein begeisterter Sammler von alten Deutz-Traktoren. Beim Tractor-Pulling in Edewecht hatte Kleger von dem Lohnunternehmer und seinem Faible gehört und war so auf die Idee gekommen, in Husbäke vorstellig zu werden.

„Leute aus der Oldtimer-Trecker-Szene sind ausgesprochen hilfsbereit. Das habe ich auf der Reise immer wieder erlebt“, so Kleger. Noch bis diesen Freitag bleibt er am Küstenkanal. Dann tuckert er nach Nordhorn in der Grafschaft Bentheim. Dort ist am Wochenende „Historischer Feldtag“ mit Hunderten von alten landwirtschaftlichen Maschinen.

Dominik Kleger arbeitet als Lastwagenmechaniker. Für ihn ist es „der schönste Beruf der Welt“. Dennoch hat er sich eine Auszeit genommen – zwei Monate (unbezahlt) für die Tour an die See. „Ich habe Geld gespart. Außerdem brauche ich nicht so viel.“ Seine größte Investition war ein Navigationsgerät. „Eigentlich wollte ich nach Karte und Kompass fahren. Aber das hat nicht gut funktioniert.“

Seinen grünen Deutz hat der Schweizer in mehrjähriger Arbeit – immer freitagabends und manchmal am Wochenende – restauriert. Komplett hatte er das gute Stück auseinander- und wieder zusammengebaut. 28 statt der ursprünglichen 24 PS hat das Gefährt nun. „Weil ich nicht alle Ersatzteile als Originalteile auftreiben konnte“, erklärt der 22-Jährige.

Im November 2011 machte Kleger seine erste Fahrt mit dem Oldtimer. „An der Maschine musste ich aber noch feilen.“ Doch schon damals war für den Schweizer klar, dass er mit dem Deutz das nordwestdeutsche Flachland durchqueren würde.

Am 22. Juli verließ er Niederhelfenschwil mit seinem Trecker samt einem Anhänger, in dem er Kleidung, Werkzeug, Koch- und Essgeschirr sowie Zelt und Schlafzeug transportiert. Wenn es regnet, dient das zweirädrige „Anhängsel“ als Unterschlupf.

Diese Art des Reisens hat für Dominik Kleger eigentlich nur Vorteile. „Ich sehe mehr, als wenn ich mit einem Auto unterwegs wäre. Außerdem lerne ich viele Menschen kennen. Mit so einem alten Deutz fällt man eben auf und wird angesprochen.“ So habe er beispielsweise eine Einzelführung durch eine historische Mühle bekommen. Für ihn ist sicher: Ohne seinen Oldtimer-Trecker wäre die Tour nur halb so schön.

Kerstin Buttkus Redakteurin / Redaktion Westerstede
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